ALEXEI LUBIMOV

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BIOGRAFIE

"Lubimov's instrument...played once by Mozart himself...comes to life when played with the musicality and sense of fantasy displayed by this remarkable pianist.
—    Hugh Canning, The Sunday Times)

„Alexei Lubimov gab einen großartigen Klavierabend im Konzerthaus… Während der Markt mit einer gehypten Sopranistin Klischees von „russischer Seele“ bedient, pflegt Lubimov eine intellektuelle Tradition russischer Musik, die verwandt ist mit der abstrakten Kunst (Kandinsky, Malewitsch)…. Wäre er in die Verwertungsketten des Westens integriert, würde man Lubimov feiern wie Pierre-Laurent Aimard.“
—    Berliner Zeitung vom 18. November 2006
 
Mit Recht kann man Alexei Lubimov als einen der bemerkenswertesten Pianisten unserer Zeit be-zeichnen. 1963 begann er neunzehnjährig das Studium am Konservatorium seiner Heimatstadt Moskau, in der Klasse von Heinrich Neuhaus.

Bereits drei Jahre zuvor hatte Lubimov einen gesamtrussischen Klavierwettbewerb geownnen, sowie Preise bei internationalen Wettbewerben in Rio de Janeiro und Montreal. Gleichsam mit einem Paukenschlag wurde Lubimov 1968 bekannt, als er in Moskau Werke von John Cage und Terry Riley zur russischen Premiere brachte. Damit zog er allerdings auch die Aufmerksamkeit von Seiten der ideologischen Führung des Sowjetstaates auf sich, man bemühte sich, die hoffnungsvolle Karriere des Pianisten auszubremsen. Erst 1987 konnte der Virtuose wieder internationale Konzertreisen unternehmen. Alexei Lubimov nahm die Herausforderung an und wurde in den Jahren 1968 bis 75 zum gefragten Interpreten von Uraufführungen russicher Komponisten wie Schnittke, Gubaidulina und Silvestrov, nahm aber auch Schönberg, Webern, Boulez, Stockhausen und Ligeti in sein Repertoire auf. 1988 gründete er im Zeichen des "Glasnost" das Moskauer Avantgarde-Festival "Alternativa".

Neben dem unbeirrten Engagement für die Moderne beschäftigte Lubimov sich ab Mitte der siebziger Jahre auch intensiv mit der Interpretation alter Musik auf Originalinstrumenten. 1976 gründete er das Moskauer Barock-Quartett und gemeinsam mit Tatjana Grindenko die Moskauer Kammerakademie. Für Erato spielte er die gesammelten Klaviersonaten Mozarts auf einem Hammerklavier aus der Zeit des Komponisten ein. Diese Aufnahmen etablierten ihn als geachteten Mozart-Experten.

Seit zwanzig Jahren tritt Alexei Lubimov in allen namhaften Spielstätten der Welt auf, als Solist ebenso wie immer wieder in Kammerbesetzungen mit Kollegen wie Andreas Staier, Heinrich Schiff oder Natalie Gutman. Alexei Lubimov lehrt in einer Meisterklasse am Mozarteum in Salzburg.