AL JARREAU

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BIOGRAFIE

Al Jarreau, einer der einflußreichsten Jazzsänger seiner Generation, wurde am 12.3.1940 als Sohn eines Pfarrers und einer Pianistin in Milwaukee (Wisconsin) geboren. Schon als Vierjähriger hatte Al Jarreau erste Auftritte in der Kirche.

Beeindruckt von der Vokalartistik Dave Lamberts oder Jon Hendricks, sang er als Jugendlicher in ähnlich Bop-Orientierten  Gesangsensembles. Er studierte Psychologie in Milwaukee, beschloß sein Studium an der Universität von Iowa mit einem Magistergrad und verfeinerte während dessen seine Gesangskunst.

Jarreau arbeitete zunächst mit dem Pianisten Les Czimbers; dann, von '64 bis '68, im Trio des Pianisten George Duke und später auch mit dem brasilianischen Gitarristen Julio Martinez. Nachdem er in verschiedenen Clubs in San Francisco und L.A. aufgetreten war und immer größeren Erfolg hatte, beschloß er zu Beginn der 70er Jahre, seinen Job als Sozialarbeiter an den Nagel zu hängen und sich auf eine Karriere als Sänger zu konzentrieren.

Der Durchbruch gelang ihm 1975 mit seinem ersten Album "We Got By", auf dem er seine ganz eigene Melange aus Funk-, Pop- und Jazzelementen präsentierte. Nachdem er ein Jahr später "Glow" veröffentlicht hatte, eroberte Jarreau mit dem wieder ein Jahr später veröffentlichten Live-Album "Look to the Rainbow" (von der Europa-Tournee mit seinem Quintett) einen Platz in den Top50 Album Charts. 1981 erreichte er mit "Breakin' Away" die Top Ten. In den 90ern zielte er mit stark Pop-orientierten Alben auf ein breites Publikum.

Seine etwas nasale, vibratofreie und sehr intonationssichere Stimme war und ist prädestiniert für schnelle Scat-Improvisationen und expressive Sounds. Als Grenzgänger zwischen Jazz, Soul und Pop gehört Jarreau seitdem zu den stilprägenden Musikern seiner Generation.

© 2002 Warner Music Group / Andreas Paff