BEE GEES

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BIOGRAFIE

30 Jahre ist es her, dass die BEE GEES die Welt veränderten! Denn 1977 erschien eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte: Saturday Night Fever! Es stellte nicht nur die Musikwelt auf den Kopf, es veränderte alles: Mode, Lebensgefühl, Tanz und Partykultur. Damals nahm die Karriere John Travoltas ihren Anfang, schwappte die Disco-Welle in jeden Winkel der Erde und begann die Ära der Tanzfilme und des Discowahns. Den genialen Soundtrack zur ganzen Epoche schrieben drei Brüder: Maurice, Robin und Barry Gibb - die BEE GEES! Sie machten die Disco-Welle groß, und die Disco-Welle machte die BEE GEES zu einem Monument der Popmusik.

Zum 30. Jubiläum des größten BEE GEES-Erfolges, und um den Beginn einer Epoche würdig zu ehren, erscheint nun das sensationelle Album Greatest! Denn mit dem meteorhaften Erfolgen der R&B-Dance-Hits aus der Feder der Brüder Gibb in den Jahren 1975 bis 1979 begann eine neue Zeitrechnung!

Bis heute gilt Saturday Night Fever als eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte. 15faches Platin gab es allein in den USA, wo es sich 23 Wochen auf Platz 1 der US-Charts hielt und im Jahre 1978 zeitweilig mehr als eine Million Exemplare wöchentlich (!) verkaufte. Alle Songs aus dem Album, die im Film gespielt wurden, Stayin’ Alive, How Deep Is Your Love und Night Fever, gingen direkt auf die 1 der US-Charts, und bis heute hält How Deep Is Your Love mit 17 Wochen Top-Ten den Billboard-Rekord!

Aber die Discowelle warf ihren musikalischen Schatten schon voraus: Schon auf dem 1975er Album Main Course hatten die BEE GEES höchst tanzbaren R’n’B für sich entdeckt und brillierten mit der Single Jive Talkin’, die auf Anhieb Platz 1 in den USA erreichte. Auch die Alben Children Of The World (1976) und Spirits Having Flown (1979) waren voller Hits und leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Disco-Mania und zu dem überragenden Erfolg der BEE GEES. Und sie erhielten respektable Auszeichnungen in den USA: Main Course (1975) wurde mit Gold ausgezeichnet, Children Of The World (1976) bekam Platin und auch Spirits Having Flown (1979) erreichte Platin in den USA.

Aus dem Repertoire dieser drei Alben plus Saturday Night Fever setzt sich das Tracklisting für BEE GEES Greatest zusammen – zuzüglich einiger Bonustracks, die auf keinem dieser Alben zu haben waren. So findet man nicht nur die Original-Klassiker wie Night Fever, Jive Talkin’, Stayin’ Alive, How Deep Is Your Love, Too Much Heaven, Children Of The World auf BEE GEES Greatest, sondern auch vier zeitgemäße Remixe, eine Extended 12“ Maxi-Version von Stayin’ Alive, die es bis dato nicht erhältlich war, und einen bislang unveröffentlichten Song!

BEE GEES Greatest erscheint am 28. September als Doppel-CD. Gleichzeitig wird es als Download mit zwei Extra-Tracks und Videos zum ersten Mal auch digital erhältlich sein.

Ebenfalls im Herbst, am 4.Oktober, veröffentlicht Paramount Home Entertainment den Film Saturday Night Fever in einer neuen speziellen DVD-Version! Eine neue Discowelle bahnt sich an!

Vierzig Jahre BEE GEES – Vierzig Jahre Superhits

Mit insgesamt 180 Millionen verkauften Tonträgern sind die BEE GEES die weltweit erfolgreichste Band nach den Beatles. Insgesamt kommen für die BEE GEES nicht weniger als 12 No.1-Platzierungen in den USA und UK zusammen (davon 6 in Folge!), dazu kommen weltweite No.1 Platzierungen, 5 Grammys im Jahre 1979 und vier Ivor Novello Awards in England. Als erste Band seit den Beatles hatten die BEE GEES 5 Songs gleichzeitig in den Top-10.

Das Erstaunlichste an der Geschichte der BEE GEES ist, dass die überwältigenden Erfolge der Siebziger Folge eines Comebacks waren. In der Tat könnte man ihr 12. Album Main Course ihr eigentliches Durchbruchsalbum nennen – nach einer ganzen Reihe von Charttoppern und Goldalben.

Australien

Die BEE GEES stammen ursprünglich aus England. Barry Gibb wurde 1946 in Manchester geboren und die Zwillinge Robin und Maurice 1949 auf der Isle of Man. Es war eine musikalische Familie, in die sie hineinwuchsen: Mutter Barbara hatte eine Karriere als Sängerin hinter sich und Vater Hugh lebte von seinen Engagements als Bandleader. Ihren ersten Auftritt absolvierten die Jungs bereits 1955 in einem Kino in Manchester, wo sie zwischen den Filmen kleine Gesangeinlagen präsentierten. 1958 wanderte die Familie nach Brisbane, Australien, aus. Dort legte sich das Trio, für das Barry bereits die meisten Songs schrieb, den Namen BEE GEES (Brothers Gibb) zu. Ihre talentierten Stimmen, die selbst geschriebenen Songs und die Arrangements brachten soviel Erfolg, dass die BEE GEES eine eigene lokale TV-Show in Brisbane bekamen. 1962 kam der erste Plattenvertrag und kurz darauf das erste Album Bee Gees Sing And Play 14 Barry Gibb Songs.

Back in the UK

Die British Beat Explosion war im fernen Brisbane an ihnen vorbeigegangen, als die Brüder sich entschlossen, zurück nach England zu gehen. Dorthin allerdings flog ihnen ihr erster Hit voraus: Spicks And Specks, der sie mitten ins „Swinging London“ von 1967 warf. Robert Sigworth, ein guter Freund von Beatles-Manager Brian Epstein, wurde auf sie aufmerksam und ebnete ihnen den Weg in die britische Popszene. Barry und Robin übernahmen die Leadvocals, Maurice sang die Harmonien und glänzte als Multiinstrumentalist an Bass, Piano, Orgel und Mellotron, während Barry zur Gitarre griff. Ein zweiter Gitarrist und ein Schlagzeuger kamen zur Band, so dass das Line-Up nun vollständig war. Es kamen die Hits: „New York Mining Desaster 1941“ ging Top-20 in UK und USA, darauf folgten „Holiday“, „To Love Somebody“ und der erste UK-No.1-Hit „Massachussetts“, der ihnen endgültig Starstatus verlieh. 1968 kamen weitere Hits, „I Started A Joke“ und „I’ve Gotta Get A Message To You“. Doch die Arbeit am fünften Album „Odessa“ endete im Streit über die erste Single, und Robin verließ das Team.

Ein neuer Anfang

Barry und Maurice machten zunächst allein weiter und nahmen das Album „Cucumber Castle“ auf, während Robin ein Soloalbum mit dem Titel „Robin’s Reign“ veröffentlichte. Aber nach „Cucumber Castle“, eine Art Soundtrack zu einem Fernsehfilm, trennten sich zunächst auch Barrys und Maurices Wege. Nachdem alle drei durchaus achtbare Erfolge auf ihren Solopfaden verzeichnen konnten (Robin hatte z.B. eine UK-No.1 mit „Saved By The Bell“), fanden sie sich 1970 wieder zusammen – erfahrener, gelassener und mit neuer Energie. „Lonely Days“ erreichte als erste Single Gold in den USA (und natürlich Chart-Platzierung #1), „How Can You Mend A Broken Heart“ wurde zur Superballade des Jahres 1971 und „Run To Me“ erreichte 1972 die UK-Top-20. Doch die dazugehörigen Alben überzeugten die Fans nicht mehr. Hilfe kam von Eric Clapton, der dem Trio das Criteria Studio in Florida empfahl, wo er gerade sein Erfolgsalbum „461 Ocean Boulevard“ aufgenommen hatte. Die Umorientierung nach Amerika zeigte Wirkung: Auf dem 1974er Album „Mr. Natural“ zeigen sich die BEE GEES zum ersten Mal unter dem massiven Einfluss amerikanischen R&Bs.

You Should Be Dancing

„Main Course“, produziert von Arif Mardin, war ein Geniestreich. Das Gewicht des Sounds hatte sich auf tanzbare Rhythmen und funkigen Beat verlegt. Barry entdeckte den Falsett-Gesang und Jive Talkin’ wurde zu ihrem zweiten US-No.1-Hit. Es folgte Nights On Broadway, und dann das Album „Children of the World“ mit You Should Be Dancing und Love So Right. 1977 kam das Angebot für Saturday Night Fever und damit der sagenhafte Durchbruch, der die Verkaufszahlen in die direkte Nachbarschaft der Beatles brachte. Wie ein Strudel erfasste die Discowelle die gesamte westliche Welt und darüber hinaus, bald verkauften die BEE GEES weltweit Stadien aus.

Gleichzeitig begann Barry Gibb, auch für den jüngeren Bruder Andy Gibb und für die Sängerin Yvonne Elliman zu komponieren. Und so fand sich der Name Barry Gibb als Komponist im  Jahr 1978 für 31 Wochen auf Platz 1 in den Charts und führte zu 5 Top-10 Hits gleichzeitig! „Spirits Have Flown“ verkaufte sich weltweit 30 Millionen Mal und brachte zudem drei Number-One-Hits mit: Tragedy, Too Much Heaven und Love You Inside Out. 1979 rundete die Hit-Compilation Greatest die Ära der Discomania dann ab. Das Album erhielt Doppelplatin und wurde das erfolgreichste Album, das die BEE GEES in den USA je veröffentlichten!

Nach der Disco

Die Achtziger brachten das abrupte Ende der Discowelle. Wirtschaftliche Krisen, gesellschaftliche Umwälzungen, AIDS und andere Faktoren bremsten den wilden Hedonismus des Tanzbodens und führten in die unterkühlte Stylingwelt der Achtziger. Die BEE GEES setzten 1981 das Album „Living Eyes“ in die US-Top-40 und zogen sich dann zurück. Barry Gibbs schrieb und produzierte für Künstler wie Diana Ross und Barbra Streisand. Ein tragisches Schicksal ereilte den jüngeren Andy Gibb, der nach Alkohol- und Drogenproblemen 1988 fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag verstarb.

Ende der Achtziger nahmen die BEE GEES wieder neue Alben auf, und das nach wie vor mit überdurchschnittlichem Erfolg: „E.S.P.“ erschien im Jahre 1987 und enthielt die UK-Nummer-1 „You Win Again“, 1989 kam „One“, 1991 „High Civilization“, 1993 „Size Isn’t Everything“ und 1997 „Still Waters“, die allesamt in die Charts gingen (letzteres erreichte US-Platin). 1997 erfolgte die verdiente Aufnahme in die Rock’n’Roll Hall of Fame, 2002 den Legend Award auf den Grammy-Verleihungen.

Epilog

Im Januar 2003 verstarb Maurice Gibb unerwartet nach einer Operation an Herzversagen im Alter von 53 Jahren. Robin und Barry entschieden daraufhin, die BEE GEES als Gruppe zu beenden. Ihren Status als Inbegriff für die besten Zeiten der Tanzkultur werden die BEE GEES allerdings bis in alle Ewigkeit behalten. Dank Saturday Night Fever und drei Alben, die in der Popgeschichte einzigartig sind, sowie dem Album Greatest, das nun zum ersten Mal auch in einer digitalisierten Edition mit wertigen Extras zu haben ist.

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