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„Er gehört derzeit mit Volodos, Kissin und Grimaud zu den interessantesten Pianisten dieser jungen Generation, wobei er sicher der forscheste, der unkonventionellste, der eigentümlichste und aufbrausendste ist…“ Klassik. Com, Januar 2005
„Es gibt wohl kaum einen jungen Musiker, der so vielseitig ist wie Say und der so offensiv und weit seine musikalischen Flügel spannt…“ Hessischer Rundfunk hr-Klassik, November 2004 Die Geschichte des Pianisten Fazil Say ist eine Erzählung von außergewöhnlichem Talent, das auch Hindernisse überwindet. Ein Kinderarzt riet den Eltern des kleinen Fazil dazu, dem Jungen ein Blasinstrumen zu geben, um die Gesichtsmuskultatur zu stärken. Und Fazil bewies auf dem Spielzeuginstrument bemerkenswerte Musikalität. Schon bald spielte er jede Melodie nach, die er zu hören bekam. Darauf gaben die Eltern ihm eine Elektro-Orgel, auf der er Beethoven- und Mozart-Sinfonien nach dem Gehör interpretierte. Als Fünfjähriger erhielt er den ersten regulären Klavierunterricht – bei einem Schüler von Alfred Cortot. Während der ersten beiden Jahre ließ dieser den kleinen Fazil keine Noten lernen, sondern improvisierend von den Erlebnissen des Tages erzählen. Heute zählt Fazil Say nicht nur zu den meistbeachteten Pianisten seiner Generation (neben Grimaud, Volodos, Kissin) im klassischen Repertoire, sondern ist auch als versierter Jazz-Interpret bekannt: mit dem Ney-Virtuosen Kudsi Ergüner gründete das Worldjazz-Quartett, das Montreux-Festival 2005 feierte sein Duo mit Bobby McFerrin.
1985 studierte Fazil Say bereits als Teenager am Konservatorium Klavier und Komposition, als David Levine und Aribert Reimann bei einem Workshop in Ankara das energiegeladene Wunderkind entdeckten. Sie vermittelten ihm einen Studienplatz an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule, 1992 wechselte er an die Hochschule der Künste Berlin. Als er 1994 die Young Concert Artists International Auditions gewann, wurde die Weltöffentlichkeit auf Fazil Say aufmerksam.
Sein Debüt-Album, ein Mozart-Album für Warner France erntete begeisterte Kritiken, 1999 begann seine exklusive Zusammenarbeit mit Teldec. Hier umfasste seine Diskographie ein breites Repertoire: Gershwins “Rhapsody in Blue” und die “I Got Rhythm Variations” spielte er mit dem New York Philharmonic unter Kurt Masur ein, darauf folgten ein J.S.Bach Recital und eine Einspielung des „Le Sacre du Printemps“ – in Igor Stravinskys eigenem Arrangement für zwei Klaviere (Say übernahm mit Hilfe des Bösendorfer Computerflügels beide Parts). Für dieses Album gewann Fazil Say zahlreiche internationale Preise, darunter den ECHO Klassik 2001 und im gleichen Zeitraum den Jahrespreis der dt. Schallplattenkritik. Dieses Programm zeigte Say daraufhin erfolgreich in Konzertsälen in der ganzen Welt. Schließlich präsentierte der junge Pianist sich auf einem Album mit Tchaikovskys 1. Klavierkonzert, kompetent begleitet vom St. Peterburg Philharmonic Orchestra unter Yuri Temirkanov und Franz Liszts Klaviersonate in b-Moll von seiner romantisch-kraftvollen Seite.
Eine hochwertig produzierte Cap-Box versammelt jetzt für Warner Classics dieses außergewöhnlich vielseitige Repertoire auf 4 CDs, begleitet von einem informativen und umfangreichen Booklet.
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