Kein Flashplayer installiert. Um die Seite anzuschauen, lade dir bitte unter dem folgenden Link den aktuellen Flashplayer kostenlos herunter
BIOGRAFIE
|
Die Schwestern Güher und Süher Pekinel sind in der ganzen Welt als außergewöhnliches Klavierduo bekannt. entdeckte die Zwillinge 1984 und lud sie zu den Salzburger Festspielen ein. Seitdem setzt ihr traumwandlerisch synchrones Spiel bei virtuoser Meisterschaft und enormer individueller Ausdruckskraft Maßstäbe für das gemeinsame Konzertieren gleicher Instrumente, namentlich Klaviere. Herbert von Karajan Die Stationen ihrer gemeinsamen Karriere umfassen die wichtigsten Orchester der Welt, Güher und Süher traten – neben regelmäßigen Besuchen in Salzburg – mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic, dem Royal Philharmonic London, dem Tokyo Philharmonic, dem Concertgebouw Orkest Aymsterdam und dem Orchestra de RAI Milano auf. Ausgedehnte Tourneen mit Konzertabenden führten die beiden Pianistinnen in die musikalischen Zentren Europas, der USA und bis nach Japan. Ähnlich umfassend gestalteten Güher und Süher Pekinel auch ihr Repertoire, das von den Schlüsselwerken Bachs bis zu zeitgenössischen Werken von Lutoslawski und Boulez reicht. In New York, wo sie an der Juillard School ihr Studium abschlossen, fanden sie auch ihre Liebe zum Jazz, so gehören amerikanische Standards von Gershwin bis Bernstein auch zu ihren populären Paradestücken. Im Jahr 2000 verwirklichten Güher und Süher einen lange gehegten Traum: unter dem Motto "2+3= Take Bach" spielten sie ein Album mit J.S. Bachs Konzerten für 2 und 3 Klaviere gemeinsam mit dem Jacques Loussier TrioWiener Philharmonikern, dem Orchestra National de Toulouse, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, zum Philharmonischen Orchester Braunschweig, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und zu einer Tournee mit dem Zürcher Kammerorchester, in der ebenfalls die Bach-Konzerte auf dem Programm standen. Aus dieser gelungenen Zusammenarbeit entstand ein gemeinsames Album, mit dem Güher und Süher Pekinel 2005 ihre eigene Interpretation der Bachschen Doppelkonzerte der jazzigen Lesart des vorangegangenen Albums gegenüberstellen. ein. Konzerte mit diesem Programm, das Jazzfans ebenso wie die Freunde klassscher Klaviermusik gleichermassen begeisterte, wurden bei dem Schwetzinger Festspielen 2001 vom SWR für das Fernsehen aufgezeichnet. Weitere Engagements führten die Schwestern zu den Man ist geneigt, die enge musikalische Kommunikation und sichere Abstimmung der Schwestern mit einer 'besonderen telepathischen Gabe' zu erklären, die GüherSüher Pekinel als eineiigen Zwillingen in die Wiege gelegt wurde. Doch greift eine solche Erklärung zu kurz. „Dass wir Zwillinge sind, erklärt nicht alles, wie manche Leute denken, vor allem bedeutet es nicht, dass uns alles wundersam geschenkt wird.“ erläutert Güher PekinelClaudio Arrau, Ruduolf SerkinLeon Fleisher. „Aber der Grund dafür ist einfach, dass wir beide die besten Lehrer wollten und in den Schulen kamen wir individuell jeweils zur gleichen Entscheidung. Doch obwohl wir die gleichen Lehrer hatten, lernten wir jeweils eigene Stücke. Als Kinder spielten wir viel mehr einzeln als zusammen. Wir entwickelten eigene musikalische Identitäten und jeweils individuelle Techniken.“ und im Gespräch mit David Stearns. „Tatsächlich versuchte ich in meiner Kindheit und Teenie-Jahren, mich soweit möglich von Süher zu unterscheiden. - Und unsere Eltern verstanden unseren Instikt für Unabhängigkeit sehr gut.“ Dennoch erhielten bei de Pekinel-Schwestern ihren Klavier-Unterricht von den selben Lehrern, darunter so bekannte Pädagogen wie und Tatsächlich traten Güher und Süher Pekinel zehn Jahre lang, bis zu ihrem 19. Lebensjahr nicht gemeinsam auf. Nach erstem Unterricht durch ihre Mutter, eine türkische Konzertpianistin, hatten die Schwestern mit 5 Jahren das Studium am Konservatorium begonnen und waren als 6-jährige mit dem Staatlichen Philharmonischen Orchester Ankara und dem Mozart-Doppelkonzert aufgetreten. Das große Talent der Kinder führte zum Umzug nach Paris, später nach Frankfurt am Main, wo sie nebenher an der Goethe Universität Philosophie und Psychologie studierten. Rudolf Serkin lud die Schwestern schließlich zum Studium am Curtis Institute of Music in Philadelphia ein, von wo aus Güher und Süher Pekinel Juillard SchoolClaudio Arrau und Leon Fleisher ihr Studium 1978 abschlossen. nach New York an die renommierte wechselten und bei Seither sind Güher und Süher gemeinsam bekannt geworden, wurden aber auch in ihren jeweiligen Karrieren als Solopianistinnen mehrfach ausgezeichnet. Die künstlerische Eigenständigkeit der eng zusammen arbeitenden Schwestern ist der kreative Antrieb der gemeinsamen Arbeit als Duo. „Ich bin mehr von Brahms angezogen als Güher das ist,“Süher Pekinel. „Ich denke eher strukturell und analytisch, während Güher vielleicht emotionaler reagiert und ansetzt. Wenn man eine analogie zur Malrei zieht, wäre ich diejenige, die zuerst den Raum mit Formen füllt und dann greife ich zu den Farben. Güher würde mit den Farben beginnen, abstrakt, und dann die Formen aus den Farben entwickeln. Und das ist natürlich ein großer Vorteil, wir haben da ein wertvolles Gleichgewicht. Wir schenken uns gegenseitig Ideen, an die die andere nie gedacht hätte, spontan finden wir so neue Ansatzpunkte.“ sagt Um die kreative Spannung zu unterstreichen, treten Güher und Süher Pekinel meist in einer ungeöhnlichen Positioniernung der Klaviere auf – so dass die Pianistinnen Rücken an Rücken sitzen, anstatt sich in die Augen zu schauen. „Jedes Instrument, jede Stimme muss seinen eigenen Charakter haben, sonst geht der Kontrast als Element der Musik verloren. Und deshalb spielen wir nicht mehr in der traditionellen Aufstellung, mit den Klavieren nah beieinander. Soweit möglich, spielen wir Rücken an Rücken – und zwar aus musikalischen Gründen, nicht um die „Telepathie“ zwischen uns deutlich zu machen. So geben wir den Zuhörern mehr Raum, in dem der individuelle Charakter der beiden Instrumente gehört und verstanden werden kann. Für uns selbst bedeutet das auch, dass wir mit größerer Konzentration aufeinander hören müssen.“
© 2005 WARNER CLASSICS / Tobias Richtsteig |
