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Das Universum ist die Grenze. Wenn JANELLE MONÁE die Androidin mit Namen Cindi Mayweather auf Reisen schickt, dann tut sie das immer mit Turbo-Warp-Sternenbeschleuniger. Cindi Mayweather, a.k.a. JANELLE MONÁE, befindet sich auf der Flucht, denn auf ihrem Planeten ist es einem Androiden streng untersagt, sich in ein menschliches Wesen zu verlieben. Durch einen Zufall landete sie jüngst auf der Erde – und direkt in den Armen von Producer Antwan "Big Boi" Patton, Chuck Lightning & Nate "Rocker" Wonder (Wondaland Arts Society) und P. Diddys Label Bad Boy.
"Metropolis – The Chase Suite (Special Edition)" heißt das Debut JANELLEs, mit dem sie hierzulande ihren Alien-Einstand feiert, nachdem sie für die ungewöhnliche 7-Track EP bereits eine Grammy-Nominierung abräumte und sich in die US-iTunes-R&B-Charts auf die 1 katapultierte. Episch angelegt wie ein perfekter SciFi-Soundtrack, glänzt "Metropolis – The Chase Suite" mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Musiktheater, Funk und Dirty South. Mal nimmt ihre Stimme ein metallisches Klingen wie Shirley Bassey an, im nächsten Moment klingt sie wie eine ätherische Sirene, dann wieder wie eine bluesige Wahrsagerin. "Die Androidin existiert", betont JANELLE. "Sie ist ein Alpha Platinum 9000-Modell und sie hat sich in einen Menschen verliebt. Ein Tabu in Metropolis!"
Auf dem SXSW 2009 entfesselte JANELLE MONÁE nichts weniger als einen Orkan der Begeisterung, und alle Beteiligten befanden in seltener Einmütigkeit, dass die Space-Lady tatsächlich übermenschlich sein muss. Das Paste Magazine schrieb unter der Headline "Too Good To Be Human?": "Watching her alternately churn through edge-of-the-Milky Way rock raveups; pull off gorgeous, hushed, chill-inducing Judy Garland-meets-Dinah Washington jazz ballads; and jerk across the stage to funky, minimal tight-locking rhythms as if she were David Byrne with a hanger stuck in the back of her suit, I can't help but wonder whether she's actually human. Or just the coolest robot ever programmed." Angesichts der stets hochkarätigen Besetzungslisten des Festivals ein Urteil, das JANELLE zweifellos adelt. Die LA-Times brachte die außergewöhnliche Performance in einer kurzen Zeile auf den Punkt: "Monáe doesn't just perform - she brings the audience on a trip."
Die Reise in andere Welten ist Teil des ganz normalen Lebens von JANELLE MONÁE: Sie wuchs in Kansas City, Kansas, auf und entfloh mit ihren Geschichten schon als Kind einer rauen Lebenssituation. "Mein Vater war drogensüchtig", erklärt sie. "Obwohl es viele gute Momente gab, hat es meine Familie trotzdem zerstört. Es gab Zeiten, in denen ich mir in meiner Phantasie eine eigene Welt schaffen musste, um das zu überstehen." Ihr Talent für die Künste entdeckte JANELLE MONÁE während der Schule, und schon bald verließ sie Kansas City, um sich an der American Academy of Dramatic Arts in New York einzuschreiben. Aber die übliche Runde an Auditions im Big Apple frustrierte sie: "Ich wollte meine eigene Welt schaffen. Ich hasste dieses Casting von vorgeformten Typen. Ich hatte eher eine Intuition, die Atlanta betraf. Ich wusste, dass eine Menge kreativer Leute wie Outkast aus Atlanta kommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich dort meine eigene Bewegung schaffen könnte."
Diese Bewegung hat inzwischen einen Namen: The Wondaland Arts Society, ein kollektiv geführtes Studio und zugleich MONÁEs eigenes Plattenlabel. Eine Zufallsbegegnung auf der Def Poetry Jam führte JANELLE mit Chuck Lightning und Nate Wonder zusammen, mit denen sie umgehend die kreative Arbeit aufnahm. "Es war, als wenn wir aus verschiedenen Gegenden zusammengesucht worden wären und Gott uns nach Atlanta geführt hat, damit wir zusammen arbeiten." Während Wonder dabei den musikalischen Genius besitzt und sich als Production-Guru profilierte, arbeitet Lightning mit JANELLE an den Texten und am inhaltlichen Konzept. Er war es auch, der sie mit der wichtigsten Quelle ihrer Inspiration bekannt machte: Fritz Langs Stummfilm "Metropolis" aus dem Jahr 1927. Als unabhängiges Musiklabel und Schule des Mysteriösen entwirft die Wonderland Arts Society Umhänge für Superhelden und Kunst für Außerirdische. Und JANELLE MONÁE ist eingetragenes Gründungsmitglied.
Die gegenseitige Bewunderung, die JANELLE, Chuck und Nate füreinander hegen, öffnete neue Dimensionen der Inspiration: "Es hat etwas Magisches, wie ihre Stimme wirkt", betont Wonder. "Wir wollten immer verschiedene Seiten in ihr ansprechen. Ihre Furchtlosigkeit und die außergewöhnliche Qualität ihrer Stimme macht es sehr einfach, ganz neue Dinge auszuprobieren. Es ist, als hätte man Judy Garland und Lauryn Hill gemeinsam auf einem Album."
Atlanta bot einen reichhaltigen Boden für JANELLE, zumal sie bei einem örtlichen Musik-Event auf Big Boi von Outkast traf, der sich von ihrem Talent schwer beeindruckt zeigte und sie für den Track "Letting Go" auf seinem "Got Purp? Vol. II"-Mixtape und für Idlewild als Sängerin engagierte. Und mit wachsender lokaler Fanbase blieb es nicht aus, dass auch Sean "Diddy" Combs auf sie aufmerksam wurde, der sie via Myspace kontaktierte. Zuerst hielt sie es für einen schlechten Scherz, bis Big Boi ihr beibrachte, dass es WIRKLICH Combs war, der sie anmailte. Combs hatte den Online-Stream von Violet Stars Happy Hunting gehört, und "verliebte sich in das Konzept, das dahintersteckt", erklärt JANELLE. Der Deal mit Bad Boy-Records lässt ihr dabei alle Freiheiten und schafft natürlich einen ganz neuen Rahmen. "JANELLE MONDÁE ist eines der wichtigsten Signings in meiner Karriere", bestätigt P. Diddy. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass JANELLE eine Künstlerin ist, die die Spielregeln verändern wird. Sie ist eine echte Visionärin mit einem eigenen Sound und einer hypnotisierenden Präsenz. Ich kann es kaum erwarten, ihre Zukunft zu erleben."
Ähnlich ungeduldig zeigen sich Musikpresse und Boulevard-Organe à la Vogue, GQ, Giant und Paste. "MONÁE creates this futuristic world of hers by synthesizing past inspirations: the operatic pop and hornlike sharpness of Shirley Bassey, the energetic funk of James Brown, and the breezy rock and soul of OutKast," hieß es in Creative Loafing. "'Metropolis' is a soulful, sassy, sci-fi themed debut that busts genres – not to mention stereotypes," schrieb Interview, während Vibe bemerkte: "Monáe's upcoming album is poised to bring an eclectic, urbane feel to today's R&B." Und das britische Magazin Blag stellte fest: "Janelle Monáe is honing her completely individual skills as a very exciting solo artist, not only in sound but very much in style."
Aber nicht nur die Presse überschlägt sich mit Lob, auch prominente Kollegen zählen zu ihren Fans: "Was ich an JANELLE am meisten liebe, ist, dass sie eine magische Begabung hat, Leute zusammenzubringen", schwärmt Big Boi. "Und sie ist eine der inspirierendsten Performerinnen aller Zeiten." Sein Outkast-Partner Andre "3000" Benjamin ergänzt: "Ms. MONÀE ist eine der faszinierendsten Stimmen unserer Generation. Sie ist eine lebende, singende Babydoll. Darling… einfach nur Darling. Ha!" Und sogar Pete Wentz von Fall Out Boy beschreibt sie begeistert als "eine weibliche Version von Prince". Auf den Punkt bringt es wie immer Missy Elliott, die das grenzenlose Potential JANELLEs erkannt hat: "Janelle ist Feuer! Puffy, Big Boi, von mir aus könnt's Obama sein. Wer immer diese Lady ist, sie wird explodieren!" JANELLE MONÁE hat sich ihren eigenen Weg gebahnt, indem sie ihren Instinkten gefolgt ist: "Ich möchte als Geschäftsfrau und leitende Figur gesehen werden," erklärt sie. "Musik und Künstler üben einen immensen Einfluss auf unsere Art zu denken aus. Mein Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich mit meiner Musik zusammen zu bringen." Aber es ist nicht nur ihre Musik, die ihr ein Forum verschafft: "Mit der Art wie ich mich kleide und den Dingen, die ich sage, versuche ich, eine neue Perspektive zu erarbeiten." Und nach kurzer Überlegung schließt sie: "Und ich glaube, draußen gibt es viele junge Girls, die so denken und fühlen wie ich."
JANELLE MONÁE lebt vielleicht in einer Welt, die sich selbst geschaffen hat, sie wird möglicherweise unsere verändern.
Schon im September wird JANELLE MONÁE ihr abgefahrenes SF-Opus auch auf europäischen Bühnen präsentieren:
24. September - Amsterdam, Westergasfabriek 25. September - Hamburg, Reeperbahnfestival/N-Joy Radioshow 26. September - Berlin, Spindler & Klatt (liveDEMO)
www.my-artist.net
© WMGG/tbe 8-09
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