JANELLE MONAE

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NEWS

23.07.2010
Heute ist ArchAndroid-Tag

Ein Konzeptalbum als Debüt - das ist ungewöhnlich. "The ArchAndroid (Suites II and III)" ist genau das: ein Konzeptalbum und das Longplay-Debüt von Janelle Monáe. Aber ungewöhnlich ist nicht nur das an diesem Shooting-Star!

Schon bevor ihr Album erschien, nach der Veröffentlichung einer EP, schlugen die Wellen himmelhoch um diese Frau. Mit James Brown und Prince wird sie verglichen, besser als Beoncé und Erykah Badu sei sie sowieso, heißt es. Mit nur dreiköpfiger Band lieferte sie in den vergangenen Wochen und Monaten Shows ab, bei denen dem Publikum - und sämtlichen Musikerkollegen - die Kinnlade runterklappte.

Dazu kommen eine ungeheure Stimme, endlose Energie und ein Outfit, wie es nur echte Stars mit solcher Selbstverständlichkeit tragen können: Janelle Monáe ist gerade mal 1,50 groß und zieht mit Vorliebe Männeranzüge mit 30er-Jahre-Flair an; auf der Stirn trägt sie eine Tolle, wie sie sich Rock'n'Roller nur erträumen können.

"Ihre Musik ist eine Mischung aus Funk, Hiphop, Rock und Varieté", schreibt die FAZ, um fortzufahren: "R'n'B und Electronica mischen sich aufs Schönste mit dem Swing der dreißiger Jahre." Und das ist nur die musikalische Seite. Filmische Einflüsse wie von Fritz Langs Meisterwerk "Metropolis" sind unübersehbar - schließlich lautete der Titel der EP "Metropolis: Suite I (The Chase)".

Und heute nun ist es soweit: "The ArchAndroid (Suites II and III)" ist da. Am Titel schon abzulesen, kann man EP und Album als Gesamtkunstwerk verstehen; erzählt wird die Geschichte von Cindy Mayweather, Android aus dem Metropolis des Jahres 2719. Sollte das jemandem zu kompliziert oder abgedreht klingen: Keine Sorge, "The ArchAndroid ..." ist eine Platte voller Tanzboden-Knaller, wie schon die erste Single "Tightrope" mit Big Boi bewies, zu der schlicht kein Fuß still bleiben kann.

Ach, und die FAZ schließt übrigens mit dem Satz: "Janelle Monáe: A Star is born."

"The ArchAndroid (Suites II and III)" ist überall im Handel erhältlich oder beispielsweise bei Amazon und iTunes direkt zu beziehen. 


 

22.07.2010
Senkrechtstart in den Funk-Olymp
"James Brown ist eine Frau" schrieb das Friday Magazine - und die Besucher der Modemesse "Bread & Butter" konnten nur mit offenem Mund zustimmen. Am 9. Juli performte Janelle Monáe dort ihren ersten Gig im deutschsprachigen Raum. Wozu dann auch der Bildzeitung nichts anderes mehr einfiel als: "Wie ein weiblicher James Brown fegte die Sängerin über die Open-Air-Bühne und entfachte mit ihrer eingängigen Gospelstimme Euphorie bei den Messebesuchern."

Kurz zuvor, am 6. Juli, stand sie beim renommierten Montreux Jazz Festival auf der Bühne, und sowohl Produzentengott Qunicy Jones als auch Funk-Mastermind Prince kamen extra in die Schweiz, um die neue Sensation am Black-Music-Himmel zu erleben. Der Schweizer Tages-Anzeiger schrieb anschließend: "Das Publikum sah die Show einer hoch talentierten Performerin, durchsetzt von eingeblendeten Filmszenen, Tempo- und Stimmungswechseln. Monáe durchkurvte mit ihrer nur aus drei Musikern bestehenden Band ein ganz eigenes Universum."

"The ArchAndroid" heißt das Debüt-Konzeptalbum von Janelle Monáe. Darauf verbindet sie nahtlos Big-Band-Jazz, Soul, Funk, Rare Groove, HipHop und modernen R'n'B mit Filmzitaten von "Metropolis" bis "Der Zauberer von Oz" - und als wäre das noch nicht genug, gelingt es ihr, diesen Schmelztiegel noch mit einer guten Portion 1920er- und 1930er-Jahre-Stil anzureichern. Die Geschichte des Albums allerdings spielt im Jahre 2719 ...

"Man muss dieses androgyne Allroundtalent schon jetzt eher in die Nähe von Pop-Giganten wie Prince oder Michael Jackson rücken", lobt Spiegel Online. "A star is born", bescheinigt die FAZ. Und das alles, bevor "The ArchAndroid" überhaupt veröffentlicht ist! Das Album erscheint hierzulande am 23. Juli.


 

06.05.2010
Janelle MonaƩ auf Interview-Visite in Deutschland

In der Einleitung der Moderatorin versteht Janelle Monáe nur Bahnhof beziehungsweise deutsch – die Signalwörter erkennt sie jedoch allemal, und nimmt sie gütig lächelnd zur Kenntnis: „Es gibt viel über diese Frau zu erzählen“, heißt es in besagter Einleitung, „und das hat alles mit großen Fakten zu tun: Grammy-Nominierungen, Outkast sind große Fans, P. Diddy hat sie gesigned – lauter tolle Namen, die man da droppen kann“. Im Interview mit on-3 Radio berichtet Janelle Monáe anschließend über ihre Kindheit in Kansas City, wie sie sich entschloss, nach New York zu ziehen, um dort an der American Music And Dramatics Academy zu studieren, und wie sie heute aus dem künstlerischen Spagat zwischen ihrem Vorbild James Brown und futuristischer Kunst ihrer ganz eigene, einzigartige Energie kreiert. Außerdem erfährt man in dem Interview, was die Tatsache, dass ihre Mutter Hausmeisterin war und ihr Vater Müllmann, mit ihrem extrovertierten Kleidungsstil zu tun hat.