NICHOLAS PAYTON

Home » Jazz » Nicholas Payton » Biografie

BIOGRAFIE

Into the Blue ist das Nonesuch Debüt des Trompeters und GRAMMY Gewinners Nicholas Payton und das erste als Bandleader seit seinem Album Sonic Trance für Warner Bros aus dem Jahre 2003. Obwohl er bisher eher für seine Interpretationen des New Orleans Jazz, besonders für das Material, dass man mit Louis Armstrong verbindet, gefeiert wird, fokussiert er sich hier auf eigene Kompositionen, die viel Soul haben, eine meditative Ausstrahlung und gleichzeitig sehr romantisch sind.

Außerdem tritt er auf eine spielerische Weise erstmals als Sänger in Erscheinung, auf dem eleganten, selbst komponierten Stück mit dem Titel „Blue“. Neben den 8 Eigenkompositionen, interpretiert Payton neben dem Filmmusik-Giganten Jerry Goldsmith und dem Titelstück zum Film „Chinatown“ auch ein Stück seines Vaters, dem Bassisten Walter Payton mit dem Stück „Nida“. Nick´s Mutter, ebenfalls eine Sängerin und Pianistin, ist Titelgeberin und Inspirationsquelle gewesen.

Begleitet wird Payton von seiner Tourband, bestehend aus dem Keyboarder Kevin Hayes, dem Bassisten Vicente Archer, dem Percussionisten Daniel Sadownick und Schlagzeuger Marcus Gilmore (nebenbei auch Enkel von Roy Haynes). Into the Blue wurde von Bob Belden produziert, dem Musiker und Arrangeur, mit dem Payton bereits auf dem 2006er Album, Mysterious Shorter arbeitete, einer All-Star Hommage an die frühen Werke des Komponisten und Saxophonisten Wayne Shorter.


Die New York Times beschrieb Nicholas Payton einmal als „enorm talentiert“. Variety nannte ihn „einen der bekanntesten Trompeter, der Nach-Wynton Ära aus der New Orleans Szene“. Nach einem Konzert im letzten Sommer am Manhattan Jazz Standard, welches bereits Material des neuen Albums enthielt, stellte Variety fest, dass „Nicholas Payton eine allumfassende Annäherung an den Jazz entwickelt hat, die unzählige Genres zusammenführt... eine Vielseitigkeit wie diese im Jazz zu finden, ist ein seltenes Glück... Im Eröffnungsstück, „Let It Ride“ spielte Payton zwei beeindruckende Soli, ein freundliches, ein aggressives, ein Mikrokosmos seines chameleon-artigen Charakters und Beleg des hohen Levels, auf dem er seine diversen Spielarten ausleben kann... seine Kompositionen zeugen von seiner Faszination für vielschichtige Songs mit Spannungsbögen und Wendungen, weitgefächerten tonalen Frequenzen und Möglichkeiten, den Song in der Mitte einfach neu zu gestalten.“


Obwohl Into the Blue Payton´s erstes Album für Nonesuch unter eigenem Namen ist, ist er kein Unbekannter für die Künstler auf dem Label. Payton war Mitglied des Generation übergreifenden SF Jazz Collective von Joshua Redman, welches zwei beachtliche Alben auf Nonesuch veröffentlicht hat, auf denen sie das Schaffen von Ornette Coleman und John Coltrane erforscht haben. Hier finden sich auch eigene Kompositionen, aufgenommen in einem Live-Setting, unter anderem auch Payton´s Stück „Scrambled Eggs“ (vom 2006er Album des SF Jazz Collective 2). Außerdem war Payton Gast auf dem abenteuerlichen, groovenden Momentun, dem 2005er Album der Joshua Redman Elastic Band. Nicholas Payton war lange bekannt für seine Arbeiten als Sideman, von den mit einem GRAMMY ausgezeichneten Sessions mit der 91-jährigen Trompeten-Legende Doc Cheatham, bis zu seinem Spiel und Arrangements für den Neo-Soul Star Jill Scott, für Dr. John, Eddie Palmieri, Bill Charlap und Dianne Reeves, um nur einige zu nennen.