NIKOLAI LUGANSKY

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BIOGRAFIE

Der Sohn einer russischen Wissenschaftlerfamilie zeigte schon in frühester Kindheit sein außergewöhnliches musikalisches Talent. Im Alter von fünf Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht, und nur zehn Jahre später wurde er als Schüler von Tatiana Nikolayeva als absolute Ausnahmebegabung im klassischen und virtuosen russischen Repertoire erkannt. Nachdem Lugansky beim 1988 beim Leipziger Bach-Wettbewerb die Silbermedaille gewann, wurde er zwei Jahre später mit dem zweiten Preis des Moskauer Rachmaninow-Wettbewerbs ausgezeichnet.

Seinen größten Sieg feierte der junge Pianist 1994 mit dem Gewinn des 10. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau. Seitdem wird er als Klavier-Superstar gehandelt und trat eine glanzvolle Reihe aus Konzertauftritten und Schallplattenaufnahmen an. Kurz vor ihrem Tod bezeichnete ihn seine Lehrerin Nikolayeva als “den nächsten” in der Tradition großer russischer Klaviervirtuosen vom Format eines Neuhaus, Gilels oder Richters. Luganskys brillante Technik verbindet er mit absoluter Transparenz und Beherrschung der Form. Kein Wunder, dass er immer wieder mit seinem großen Vorbild verglichen wird: Sergei Rachmaninow.

Luganskys steile Karriere hat ihn in alle großen Musikzentren der Welt geführt, von Westeuropa über Japan bis nach Brasilien und Bulgarien. Er konzertierte mit Orchestern vom Format des Royal Concertgebouw, Philharmonia, Orchestre de Paris, San Francisco Symphony und nicht zuletzt mit dem Russischen Nationalorchester. Sein US-Debüt gab er im Jahr 1996 auf einer Tournee mit drei denkwürdigen Aufführungen des Ersten Klavierkonzerts von Tschaikowsky unter Valery Gergiev in der Hollywood Bowl. Unter den weiteren prominenten Dirigenten, mit denen Lugansky zusammenarbeitete, sind Yevgeny Svetlanov, Vladimir Spivakov, Gennadi Rozhdestwensky, Yuri Temirkanov und Edo de Waart. Auftritte mit Christoph Eschenbach, Sakari Oramo und Yutaka Sado sind geplant.

Lugansky hat über 30 große Klavierkonzerte von Bach bis Rachmaninov in seinem Repertoire. Außerdem ist er ein versierter und gesuchter Kammermusiker und spielt regelmäßig mit einem festen Zirkel aus Freunden und Kollegen. Wann immer es sein dicht gefüllter Terminkalender erlaubt, kehrt “Kolya” nach Moskau zurück, um sich seiner Familie und gelegentlich auch dem dem Schachspiel zu widmen.

Seine erstes Recital für Erato widmete er den “Études” von Frédéric Chopin. Für Luganskys technische Billanz und vollendete Expressivität scheinen diese Werke wie geschaffen – und wurden prompt mit der “Diapason d’Or” als Beste Instrumentalaufnahme des Jahres 2000 ausgezeichnet. Außerdem wirkte er als Solist mit bei einer Einspielung von Brittens “Young Apollo” unter der Leitung von Kent Nagano.

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