PIERRE-LAURENT AIMARD

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BIOGRAFIE

In vielen musikalischen Welten zu Hause
Avantgardist und führender Beethoven-Interpret

"Pierre-Laurent Aimard ist für mich der führende Interpret zeitgenössischer Musik in unserer Zeit. Er verdankt das absoluter technischer Perfektion, seinem intensiven poetischen Empfinden und der totalen Identifikation mit jedem Stück. Ob meine eigenen ‚Etüden', ob jene von Debussy oder Messiaens ‚Vingt Régards' - nie zuvor habe ich diese Werke mit einem derart meisterhaften künstlerischen Impetus eines Interpreten gehört." (György Ligeti)

Der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard wurde 1957 geboren und studierte am Pariser Konservatorium bei Yvonne Loriod und Maria Curcio. Im Alter von zwölf Jahren begegnete er Olivier Messiaen und wurde in wenigen Jahren zum berufenen Interpreten seiner Werke. 1973 gewann Aimard den renommierten Messiaen-Preis, der Beginn seiner internationalen Karriere. Seitdem ist er auf der ganzen Welt aufgetreten, u.a. mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrew Davis, Giuseppe Sinopoli, Charles Dutoit und Kent Nagano.

1976 gründete Pierre Boulez das Ensemble InterContemporain und berief Aimard zum Solopianisten. 18 Jahre blieb Aimard dem EIC treu, lernte in dieser Zeit eine große Bandbreite Neuer Musik kennen und entwickelte sich zu einer der Schlüsselfiguren dieses Repertoires. Seine Arbeit brachte ihn mit den führenden Komponisten wie Boulez, Stockhausen, Ligeti und Kurtag zusammen, aber Aimard förderte auch Nachwuchskomponisten wie George Benjamin und Marco Stroppa mit der Aufführung ihrer Werke.

Gleichzeitig blieb Aimard dem "traditionellen" Klavierrepertoire als Solist und Kammermusiker treu. Regelmäßig trat er mit führenden Orchestern auf, darunter mit dem Chicago Symphony, dem Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony, dem San Francisco Symphony, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Concertgebouw, dem St. Petersburg Philharmonic, dem Toronto Symphony, dem Orchestre de Paris und dem Orchestre National de France. Festival-Auftritte hatte Aimard u.a. in Tanglewood, Salzburg, Wien, Berlin und Edinburgh, außerdem bei der Kölner Triennale, dem Holland Festival und dem Pariser Herbstfestival.

Pierre-Laurent Aimard ist bekannt für seine Begabung, zeitgenössische Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Seine fein abgestimmten Programme aus "Klassik" und "Neuer Musik" sind beispielhaft. Seine erste Aufnahme für Teldec, Messiaens "Vingt Régards", erschien im Jahr 2000. Aimards Interpretation dieses umfangreichen und komplexen Zyklus hat ihm etliche Auszeichnungen eingebracht, darunter eine Grammy-Nominierung,

2001 erschienen drei weitere CDs mit Messianes "TurangalÎla"-Symphonie mit den Berliner Philharmonikern unter Kent Nagano (Konzertmitschnitt vom März 2000), Ligetis Klavierkonzert als erste Folge des Ligeti-Projekts bei Teldec und ein Soloalbum mit Debussys "Études" und "Images".

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