SANDY

Home » Pop » Sandy » Biografie

BIOGRAFIE

Sehr bewusst wollte sich SANDY ihre musikalische Arbeit weder von tickenden Uhren noch von abgerissenen Kalenderblättern diktieren lassen.
„Ich schenkte mir selbst die Zeit zur Besinnung und zur Aufarbeitung all dessen, was mir in den letzten Jahren an unsäglich wunderbaren, an aufregenden aber auch an schlimmen Geschehnissen widerfahren ist. Ich weiß inzwischen, wie wichtig diese Erfahrungen nicht nur beim Schreiben von Songs sind, sondern auch wenn man sie glaubwürdig interpretieren will.“

 Nach ihrem furiosen Solodebüt von 2004 mit der Single „Unnatural Blonde“ und dem darauf folgenden Album „Unexpected“ ließ SANDY nahezu zwei Jahre vergehen, um in dieser Zeit neue Songs zu schreiben und im Studio die Vocals einzusingen. „Mein Maßstab sollte nicht der Termin sein, der aus Marketinggründen ausgewählt wird, sondern die Qualität der Tracks, die mein Team und ich erarbeiteten“, sagt SANDY heute dazu.

 Das wirkliche Leben ist jedoch während all der vielen Monate im Studio nicht einfach an SANDY vorbei gezogen. Im Gegenteil: Sie fand vor der Kamera ein weiteres, interessantes Aufgabengebiet, moderierte eine Musikshow für ProSieben, tanzte erfolgreich im RTL-Samstagabendformat „Let’s Dance“ und zählt seit einigen Monaten zum festen Moderatoren-Team des RTL-II-Musikkults „The Dome“. Der Rahmen ihrer Interessen und Begabungen ist weit gesteckt. „Es macht mir einfach Freude, etwas Neues zu probieren, zu erleben, auszutesten.“ Für die neueste Disney-Produktion „Bambi II" sang sie die Filmmusik ein. Der Mittelpunkt, um den sich alles dreht, das Zentrum ihres beruflichen Tuns, ist und bleibt die Musik.

Angefangen hat die professionelle musikalische Arbeit für SANDY im Sommer 2000  mit dem Casting für ein damals völlig neues TV Format: „Popstars“. Die Karriere, die für die Band No Angels in jener Zeit begann, wurde – weltweit – unvergleichlich. Keine andere Girlsband schaffte es jemals schneller ganz oben zu sein und – zumindest in Kontinentaleuropa – in kurzer Zeit mehr CDs zu verkaufen, als die No Angels. Mit Hunderttausenden fanatischer Fans, mehreren ausgebuchter Konzerttouren, über fünfeinhalb Millionen verkaufter Tonträger, wurden die fünf Girls zum Mythos. Nach der Trennung Ende 2003 ging SANDY ins Studio, um ihr Debüt einzusingen. Sowohl die Single als auch das Album, das im Herbst 2004 erschien, wurden in die Topplätze der Charts katapultiert.

 Die mit Abstand erfolgreichste Künstlerin aus der No Angels-Band, SANDY, veröffentlicht nun am 26. Mai ihr zweites Soloalbum „Frame of Mind“. Wie Perlen an einer Schnur werden hier 14  außergewöhnliche Poprocksongs aneinandergereiht. Musikalisch bleibt Sandy dabei ihren Wurzeln treu. Sie macht Pop – aber mit starken, rockigen Einflüssen, scheut jedoch auch vor einfühlsamen Balladen ebenso wenig zurück, wie vor Songs, die – scheinbar – gegen den Strich gebürstet, musikalisch umgesetzt werden. Wenn sie beispielsweise die harte Trennungsanklage einer jungen Frau, die ihren Ex-Geliebten in die Wüste schickt („Crash“) im fröhlichen Sommer/Sonne/Cabrio-Sound interpretiert. „Gerade dieser Widerspruch zwischen den Lyrics und der kontroversen Melodie haben mich gereizt, den Song sogar als Single vorab auszukoppeln“, sagt SANDY. Gleich bei „Crash“, dem ersten Albumtrack, gelingt es ihr meisterhaft, die Besonderheiten ihrer unverwechselbaren Stimme hervorragend zur Geltung zu bringen.

 Fortgesetzt wird das Programm mit „It’s over!“, eines fast balladesk beginnenden Tracks, der durch treibende Beats bis hin zum Refrain seine starke Dramatik entfaltet: „Man mag im ersten Augenblick denken, dass es mir – als ich dieses Lied geschrieben habe – um eine verlorene Liebe ging. Aber es ist mehr: Der Verlust des Vertrauens in einen Menschen. Das kann genauso gut bei einer scheinbar guten Freundin geschehen, die einen enttäuscht hat, bei einem Kumpel, dem man vertraute. Das hat mit Liebe nichts zu tun, es ist das Verlieren des Glaubens in jemanden.“

 „The Verdict“ ist der beste Beweis, wie sehr auch SANDYs Stimme mit den Jahren noch gewachsen ist. Ein starker Chorus, harte Bässe, mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, schon zu No Angels Zeiten etwas ganz Besonderes, brilliert SANDY mit diesem Titel. „Es hat eine ganze Weile gedauert als man mir den Song vorstellte, mich damit anzufreunden. Eine Frau demütigt ihren Ex, indem sie ihm seine neue Geliebte ausspannt. Ziemlich clever, aber nicht unbedingt mein Ding.“

 „Gone“ ist wahrscheinlich der persönlichste Song auf diesem Album. SANDY hat ihn, unterstützt von Produzent Thorsten Brötzmann, geschrieben und komponiert. Dieses Lied, von klassischen Instrumenten wie Klavier und sanften Geigen begleitet, beschreibt dramatisch einen Moment im Leben SANDYs, von dem sie selbst sagt, er machte sie erwachsen. „Sicherlich, ich habe vor Jahren miterlebt, wie meine Oma und mein Opa starben, aber das, was im Februar 2005 geschah, war etwas anderes, schreckliches, unerklärlicheres.“ Innerhalb von Stunden verfiel SANDYs geliebter Stiefvater nach einer Lungenentzündung ins Koma und starb. „Er war nicht der Mann, der sterben konnte! Ich hatte Angst um ihn, wenn er mit dem Motorrad herumsauste. Er war voll Kraft. Dieses Ende war für mich unfassbar. Ich war wie gelähmt damals. Etwas darüber zu schreiben war eine Art von Selbsttherapie. Als ich den Song eingesungen habe, habe ich immer wieder geweint. Ich versuche meinen Fans ein Stück von mir, von meiner Stimmung und meinen Gefühlen, zu vermitteln und meinem Stiefvater Tribut zu zollen. Ich weiß, irgendwo – egal, wo immer er auch sein mag – spürt er das und freut sich, dass ich an ihn denke.“

  „Can’t Remember To Forget You“ ist eine unterkühlte Midtempo-Nummer, deren eingehender Refrain an SANDYs erfolgreichem Debüt Maß nimmt. Feinster Pop pur.  „Venom!“ („Gift“), schließlich bringt die Kraft zur Geltung, die in der Person SANDY schlummert. Sanft, beinah mit himmlischen Chören verwechselbar, beginnt „Venom!“ um seinen ersten Höhepunkt beim Chorus mit kraftvollen Versen zu finden: „Stop injecting me with your venom!“ „Es ist der längste Song des Albums und einer meiner Favoriten. Er drückt die Kraft aus, die eine starke Frau aufbringen kann. Eine Frau, die ihren Kopf einsetzt, um Stärke zu zeigen.“

 „Occupied“ schrieb SANDY im Hinblick auf Beziehungsmuster, die allen erwachsenen Menschen schon einmal begegnet sind: Zwei Menschen haben sich gefunden und einander ihre Liebe gestanden – aber da gibt es noch die Ex oder den Ex, der die neue Beziehung nicht akzeptieren will und den ausweglosen Kampf um die alte Liebe weiterführt. „Ein typischer Poprocksong, der viel Spaß gemacht hat, diese Art von Musik liegt mir besonders.“

 Mit „Living without you“ kommt SANDY noch einmal auf die bewegenden Tage zurück, die ihr Leben veränderten, als der geliebte Stiefvater starb. „Nach drei Monaten war ich imstande, meine Gefühle in Worten und mit Musik auszudrücken. Es ist pure Emotion. Der Gedanke, vielleicht bald einmal auf einer großen Bühne zu stehen und diese Gefühle vor tausenden Fans zu interpretieren macht mir nicht Angst, sondern, im Gegenteil, es macht mich stolz und glücklich. Für einen Künstler gibt es nichts Schöneres als mitzuerleben, wie sich eigene Gefühle mit Hilfe der Musik auf die Zuhörer übertragen.“

 Jede andere Künstlerin hätte den Song für ihren Geliebten als hymnische Ballade angelegt, als zartes Liebeslied mit Mondschein-Effekten und Windgeflüster. Nicht so SANDY: Ihr Song für Renick, „I Do“ kommt als tanzbare Midtempo Nummer, die perfekt in das Summerfeeling passt, welches das ganze Album umgibt: „Renick ist ein fröhlicher Mensch, er gibt mir Kraft, er hat eine gute Portion Humor. Mein Liebesgeständnis aus den Anfängen unserer Beziehung sollte das widerspiegeln, gemäß den Worten: „I just gotta tell you how you turn my life around...“

 „Mit allem“, sagt SANDY, „versuche ich meinen Fans ein Stück von mir mitzugeben, ihnen ein sehr persönliches Album anzuvertrauen.“  So ist es auch bei „Tattooed on me“.  Der Uptempo-Song mit vielen Rocksprengseln und harten Beats angereichert, erzählt von der bedingungslosen Liebe, „Get your name tattooed on me“, Liebe ist unauslöschlich eingebrannt in die Haut, unverwechselbar, unersetzlich. „Ein geiler Text. Das könnte mir auch passieren.“

 Nach „Stay“, einer perfekt interpretierten Ballade mit wunderschönen Harmonien, folgt „Speed of Love“, ein Track voller Power, der nicht nur SANDYs Stimme voll zur Geltung bringt, sondern – obwohl es einer der wenigen Songs auf dem Album ist, den sie nicht selbst geschrieben oder mitgeschrieben hat – auch ihren leidenschaftlichen Charakter trifft. „Ich bin Stier vom Sternbild. Ich zögere nie lange herum, sondern gehe geradeaus auf mein Ziel los. In der Liebe, bei meiner Arbeit und im Umgang mit meinen Freunden. Ich bin immer sehr direkt.“ Auf den rhythmischen Track folgt noch einmal ein Stück Romantik: „Happiness Amazed.“ Abgerundet wird das Album schließlich mit dem einzigen Duett: „We Can“. Gemeinsam mit Jan Van der Toorn sang sie die beeindruckende Ballade ein. Von sanften Gitarrenklängen begleitet beschreibt das Lied das ewige Bekenntnis zur Liebe: „I don’t want to go. I don’t want to leave. Whatever is a part of you must be a part of me...“

Sandy Mölling ist am 27. April 1981 in Wuppertal geboren. Momentan lebt sie mit ihrem Freund und  der Malteser Whoopy (Hündin) in der Nähe von Düsseldorf.  Neben ihrer großen Leidenschaft, dem Singen,  liebt es die 1,59 m große Powerfrau zu schlafen, zu reiten, Sport zu treiben und ins Kino zu gehen. „Seit ich denken kann, wollte ich Musik machen und auf der Bühne stehen“, sagt Sandy. Dafür brach sie sogar das Gymnasium ab, um als Studiosängerin zu arbeiten. Mit „Popstars“ bekam sie ihre Chance – und nutzte sie. Ihr zweites Album „Frame of Mind“ erscheint am 26. Mai. Die Single „Crash“ kommt am 12. Mai auf den Markt.