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Herbert von Karajan die damals 23-jährige zu den Salzburger Festspielen einlud, um dort ihr Debüt als Oscar in Verdis Un ballo in maschera zu geben, gehört Sumi Jo zu den gefeierten Sängerinnen unserer Zeit. Die erstaunliche Agilität, Präzision und Wärme ihres Koloratur-Soprans vollendet die außergewöhnliche Musikalität der bemerkenswerten Bühnenpersönlichkeit.
Seit zwei Jahrzehnten wird Sumi Jo von Publikum und Presse immer wieder für ihre Auftritte in den bedeutendsten Opernhäusern der Welt gefeiert. Sie sang die wichtigsten Rollen der Literatur wie die Köniogin der Nacht an der L.A. Opera, bei den Salzburger Festspielen, an der Lyric Opera of Chicago, der Wiener Staatsoper, in Covent Garden, am Teatro Colón und am New Japan Philharmonic auf Tournee mit Seiji Ozawa. Weitere wichtige Rollen waren Lucia, Zerbinetta, Norina, Gilda und Olympia in Hoffmans Erzählungen.
Zu den Höhepunkten in ihrer mehr als 48 Aufnahmen umfassenden Diskografie zählen die 12 Solo-Alben, die Sumi Jo bei Erato veröffent-lichte. Die Bandbreite ihres Repertoires reicht dabei von virtuosen Belcanto-Opern über barocke Oratorien und Wiener Operetten bis hin zu Orchesterliedern.
Einige Ihrer Alben wurden mit dem Grammy ausgezeichnet, so "Die Frau ohne Schatten" unter Georg Solti und "Un ballo in maschera" unter Herbert von Karajan. Aufsehen erregte auch ihre Aufnahme von Mozarts "Zauberflöte" und ein Arien-Album mit Sir Georg Solti.
In Südkorea geboren, studierte Sumi Jo zunächst in Seoul, bevor sie sich in Rom an der Accademia di Santa Cecilia einschrieb. Ihr Debüt in Seoul war gefolgt von Konzerten mit dem Korean Broadcasting Company Orchestra. Ihre erste Opernrolle – ebenfalls in Seoul - war die Susanna in "Le nozze di Figaro". Während ihres Studiums in Italien war Sumi Jo häufig in den Konzertsälen des Landes mit der großehn Operntradition zu hören, wie auch im landesweiten Radio und Fernsehen. Ihren Abschluss am Konsercatoprium von Santa Cecilia feierte sie 1986 mit Auszeichnung.
Sumi Jo hat im Lauf ihrer Karriere zahlreiche der wichtigsten Auszeichnungen erhalten, darunter die ersten Preise bei internationalen Wettbewerben in Seoul (1981) und in Neapel, Enna, Barcelona, sowie Pretoria (1985). Im August 1986 überreichte ihr die Jury in einstimmiger Entscheidung den ersten Preis des internationalen Carlo Alberto Cappelli Wettbewerbs in Verona, einen der bedeutendsten Wettbewerbe der Welt, der nur den Gewinnern anerkannter Wettbewerbe offen steht. Nicht nur musikalisch hat Sumi Jo ihre Heimat in Italien gefunden. Sie lebt in Rom.
Mit dem Concert Gebouw Chamber Orchestra hat Sumi Jo jetzt ein beeindruckendes Album barocker, teilweise sakraler Arien von Vivaldi, Handel, Bach und Purcell aufgenommen und schlägt damit eine neue Richtung ihrer breit gefächerten Diskografie ein.
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