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Sie waren die Indie-Stil- und Pop-Ikonen der achtziger Jahre und bereiteten den Weg für den BritPop und die British Explosion der Neunziger: THE SMITHS. Galten die beiden Hauptsongwriter MORRISSEY und JOHNNY MARR auch als unverträgliche Querköpfe, die sich gegenseitig beharkten wie Hund und Katze, waren sie doch zusammen ein geniales Songwriter-Team, das allen Konkurrenten um ein gutes Jahrzehnt voraus war. Selbst bei heute noch jungen Bands ist der Einfluss der SMITHS unüberhörbar, und auch lange nach dem Ende der Band findet die THE SMITHS-Fangemeinde immer noch neue Anhänger.
Gut 20 Jahre nach der Auflösung von THE SMITHS präsentieren Rhino Rec. nun die definitive THE SMITHS-Collection, die sämtliche Hitsingles der Band in einem Paket zusammenbringt. Das gesamte Repertoire auf THE SOUND OF THE SMITHS wurde von MORRISSEY zusammengestellt und unter der persönlichen Aufsicht von JOHNNY MARR remastert. Das Ergebnis ist eine authentisch aufbereitete Collection, die auch bei eingeschworenen Fans für Überraschungen sorgen wird. THE SOUND OF THE SMITHS erscheint in zwei Formaten, nämlich als einfache CD mit 23 Singles aus den Jahren 1983-1987 und als Doppel-CD, die die 22 rare B-Seiten, Maxi-Versionen und ausgewählte Live-Aufnahmen enthält.
Die reguläre Standard-CD bringt alle wichtigen Single-Releases auf eine Disc, darunter die Songs "Still Ill" und "You Just Haven't Earned It Yet Baby", deren Veröffentlichung zwar geplant, aber dann nie vollzogen wurde. Das Herz der CD besteht allerdings in einem Run durch alle Epochen der SMITHS, angefangen bei der ersten Rough-Trade-Single "Hand In Glove" bis hin zu "Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me", das erst nach Auflösung der Band erschien. Zwischen diesen Ecksteinen befindet sich alles, was in Bezug auf THE SMITHS Bedeutung erlangte: Die Ballade "Heaven Knows I'm Miserable Now", das hypnotische "How Soon Is Now", "Panic" und "Girlfriend In A Coma", das den kreativen Höhepunkt zwischen MARR und MORRISSEY markierte. Denn das Genie der Band entwickelte sich im Zusammenspiel von MORRISSEY, Gitarrist JOHNNY MARR, Bassist ANDY ROURKE und Drummer MIKE JOYCE.
Die zusätzliche Disc der Deluxe-Ausgabe vertieft das Repertoire der SMITHS durch rare B-Seiten, exklusive 12Inch-Maxi-Versionen und ausgewählte Liveaufnahmen. Unter den raren Specials findet man unter anderem das von Troy Tate produzierte "Pretty Girls Make Graves" und "What's The World", ein Song der befreundeten Band The James, den THE SMITHS live in den "Barrowlands", Glasgow, aufnahmen, und der bisher nur inoffiziell auf einer Compact-Cassette veröffentlicht wurde. Auch das legendäre "Meat Is Murder" wurde in einer Live-Version in das Tracklisting aufgenommen, die ursprünglich die B-Seite der Maxi-Single "That Joke Isn't Funny Anymore" war.
Beide Discs sind auch als Download erhältlich, viele Einzeltitel darauf zum ersten Mal. Eine faszinierende Retrospektive einer der faszinierendsten Bands der Pop-History!
VÖ THE SOUND OF THE SMITHS: 21. November 2008
Am 12. Dezember erscheint zudem eine spektakuläre Vinyl-Single-Box, mit den ersten zehn THE SMITH-7"-Singles in Originalverpackung. Dazu gibt es zwei 7"-Raritäten, vier Badges und ein exklusives A3-Poster! Ein Sammlerstück vom allerfeinsten.
THE SMITHS: History
Manchester 1982: JOHNNY MARR, bürgerlicher Name JOHN MAHER, 1963 in Ardwick geboren, hatte schon seit ein paar Jahren in verschiedenen Bands gespielt und wollte nun ein eigenes Projekt auf die Beine stellen. Was fehlte, war ein Partner, der Sinn für Melodie hatte und mit Worten umgehen konnte. Da lief MORRISSEY eher zufällig STEPHEN PATRICK über den Weg, der kurz zuvor ein Buch mit dem Titel "James Dean Isn't Dead" veröffentlicht hatte. Erste Sessions bewiesen Potential, und schon Ende des Jahres rekrutierten MARR und MORRISSEY den ortsansässigen Drummer MIKE JOYCE und den Bassmann AND ROURKE als feste Bandmitglieder. Schon mit einer Ende 1983 erschienenen ersten Single "Hand In Glove" wurden die Fans aufmerksam, und der Song landete auf Anhieb auf Platz 1 der Indie-Charts. Aufwühlend war zudem das Bühnengebaren MORRISSEYs, der nie ohne einen Gladiolenstrauß zu Ehren Oscar Wildes und extravagante, bezugesreiche Accessoires auftrat. Gleichzeitig polarisierten MORRISSEYs provokante Interviews und Songtexte, die viel Raum für Interpretationen ließen, die Öffentlichkeit und führten zu Kontroversen. Nichtsdestotrotz gingen SMITHS-Singles in regelmäßiger Folge in die Charts, und schließlich, im Februar 1984, erschien das Debut "The Smiths", das sich mit seinen teils romantischen, teils makabren Songs auf Platz 2 der UK-Charts katapultierte. Doch für die SMITHS waren Singles und Alben eigene Kunstformen, und so gab es genug Grund, die Single-Sammlung "A Hatful Of Hollow" auf den Markt zu bringen, die heute zum SMITHS-Kanon gehört. Ein knappes Jahr später war "Meat Is Murder" fertig, das Bruce Springsteen von Platz 1 der Charts vertrieb, und ebenso wie "The Queen Is Dead" (1986) schon durch seinen Titel provozierte. Es erreichte erneut Platz 2 und bestätigte den Ruf der SMITHS als beste existierende Gitarren-Popband.
Inzwischen waren die musikalischen Spannungen zwischen MARR und MORRISSEY unerträglich geworden. MORRISSEYs Dominanz und MARRs Rock'n'Roll-Lifestyle ließen sich nicht mehr miteinander vereinbaren. Mit der Compilation "Louder Than Bombs" knackten sie den US-Markt und veröffentlichten noch das Studioalbum "Strangeways Here We Come" und den Live-Mitschnitt "Rank". Dann beendete eines der besten Songwriterteams Englands seine Zusammenarbeit. JOHNNY MARR widmete sich zunächst einigen House-Projekten (u.a. mit der Manchester-Band New Order), ANDY ROURKE stieg Anfang der Neunziger bei den Buzzcocks ein und MORRISSEY verfolgt sein nunmehr 18 Jahren sehr erfolgreich seine Solokarriere.
Doch wie THE SOUND OF THE SMITHS eindeutig beweist: Ihre Musik hat nie ihre Anziehungskraft verloren. Die Songs der SMITHS pulsieren heute wie damals mit frischer Energie.
© WMGG/tbe 10/08
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