Action Bronson

Bild von Action Bronson

Sein Name ist sprichwörtlich „schwerstens“ Programm: Seit gut zwei Jahren geistert der Name Action Bronson nun schon durch den amerikanischen HipHop-Underground – mit „Saaab Stories“ veröffentlicht einer der definitiv außergewöhnlichsten New Yorker Künstler nun eine 7 Tracks starke EP mit Gästen wie Wiz Khalifa, Prodigy und Raekwon!
 
Schon rein äußerlich würde man Action Bronson wohl niemals mit dem Rap-Kult...

Sein Name ist sprichwörtlich „schwerstens“ Programm: Seit gut zwei Jahren geistert der Name Action Bronson nun schon durch den amerikanischen HipHop-Underground – mit „Saaab Stories“ veröffentlicht einer der definitiv außergewöhnlichsten New Yorker Künstler nun eine 7 Tracks starke EP mit Gästen wie Wiz Khalifa, Prodigy und Raekwon!
 
Schon rein äußerlich würde man Action Bronson wohl niemals mit dem Rap-Kult in Verbindung bringen, der momentan um den 28-jährigen New Yorker gemacht wird. Und das keineswegs zu Unrecht: Die Gestalt von Ariyan Arslani alias Action Bronson als imposant zu bezeichnen, wäre noch weit untertrieben. Ein Mann wie ein massiver Berg, tätowiert auf der umfangreichen Brust und auf den eindrucksvollen Armen, mit ebenso massivem, kupferroten Vollbart und einem zwischen Stoppelschnitt und Komplettglatze changierenden Haar-Style. Mit anderen Worten: Alles andere, als der typische HipHopper aus dem Lehrbuch. Doch gerade das ist es, was den im Stadtteil Queens lebenden Ausnahme-Rapper mit den osteuropäischen Wurzeln ausmacht. Und natürlich seine unnachahmlichen Skillz, mit denen sich Action Bronson zu einem der angesagtesten, charismatischsten und aufregendsten Acts der East Coast hochgearbeitet hat. Nicht zuletzt aber auch Dank seines ganz besonderen Humors, einer ganzen Latte in Eigenregie veröffentlichter Scheiben und seines feinen Gespürs für die Gratwanderung zwischen Oldschool und Newschool zählt Action Bronson zum heißesten Shit der momentanen US-HipHop-Szene.
 
Bereits im letzten Jahr ehrte die New York Times Bronson als „one of the most promising prospects in New York HipHop“ – eine vorausschauende Feststellung, die sich mit seinem nun vorliegenden Album manifestiert. Action Bronson isst sichtbar gern, und er performt hörbar gern. Und spätestens, als man sein ausrastendes Publikum aus Skatern, Freaks, jungen Mädchen und Rap-Puristen breit grinsend mit in die Meute geworfenen Filetscheiben aus Peter Lugers berühmt-berüchtigten Steakhouse verwöhnte, wurde auch dem Letzten innerhalb des Moshpits in der Music Hall Of Williamsburg bewusst, dass hier etwas ganz Großes vor sich geht.
 
Aufgewachsen ist Bronson in Forest Hills, Queens, als einziges Kind eines aus Albanien immigrierten Vaters und seiner jüdischen, aus Brooklyn stammenden Mutter. Und schon damals ging es ziemlich turbulent in seinem Zuhause zu: So teilte man sich die elterliche  Zweiraumwohnung nicht selten mit seinen zahlreichen Cousins, Tanten, Onkeln und Verfolgten aus dem Kosovo. Man lebte zusammen und kochte auch zusammen. Doch im Grunde genommen war es das familieneigene Restaurant, welches Bronsons Leidenschaft für gutes Essen weckte. Nachdem er im Art Institute Of New York einen Studiengang in Kochen belegte, verdingte sich Bronson mit Arbeiten vom Tellerwäscher bis zum Sous-Chef. Kein Wunder also, dass auch diverse Titel seiner Songs eher nach Speisekarte, als nach HipHop-Tracks klingen: „Roasted Bone Marrow“, „Pouches Of Tuna“, „Jerk Chicken“, „Ceviche“, um nur einige zu nennen. Auch der Rolling Stone war angesichts solch einer sprichwörtlichen Riesenportion völlig aus dem Häuschen und beschrieb Bronsons Musik als „the ultimate in comfort food, with a temporary twist“. Yummy!
 
Und trotzdem Action Bronson als echter Musik-Genussmensch mit Acts wie Kool G. Rap, Cam`Ron oder Mobb Deep aufwuchs, hatte er eigentlich nie eigene Ambitionen, selbst Musik zu machen. Bis auf den verhängnisvollen Tag vor ein paar Jahren, an dem er aus Spaß an der Freude einen satirischen Text über den Sound einer Southern Beat-CD sang – mit beeindruckendem Ergebnis, wie man allseits befand. Mit seiner unübersehbaren XXL-Persönlichkeit, einem einzigartigen Sinn für Wortspiele und dem ganz eigenen, authentischen Charme eines Vorstadt-Acts fesselt Action Bronson eine immer weiter wachsende Zahl von Hörern. Seit ihn sein schicksalhafter Beinbruch von der Küche an den Schreibtisch trieb, begann man, ernsthaft Songs zu schreiben. 2007 tat man sich schließlich erstmalig mit Mayhem Lauren und Jay Steele zusammen, um das „Last Of A Dyin` Breed: Volume 1“-Mixtape unter dem Namen „The Outdoorsmen“ zu releasen.
 
Bronsons nachdrücklicher Gesangsstil und seine ausgeprägte Vorliebe für eigenwillige Wortspiele brachten ihm schnell den Vergleich mit Ghostface ein. 2011 veröffentlichte er die Mixtapes „Bon Appetit... Bitch!“ und „The Program“-EP sowie die beiden Alben „Dr. Lecter“ und „Well Done“. Im letzten Jahr folgten dann Kollaborationen mit Künstlern wie Earl Sweatshirts, Riff Raff und SpaceGhostPurp. Zusätzlich entstand in Zusammenarbeit mit Party Supplies das „Blue Chips“-Album, welches das renommierte Musikportal Pitchfork.com in seinem 8.1-Punkte-Review abfeierte und Action Bronson als „one of the most hilarious and creative writers in Rap“ betitelte, der die in seinen Stücken auf perfekte Weise die Essenz von New Yorks halbseidener Seele einfängt. Guten Appetit und gute Unterhaltung!

Aktuelle Videos

News von Action Bronson