Anne-Marie

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Anne-Marie ist bereits vielfach Platin-ausgezeichnet und multitalentiert. Doch das hält die Britin nicht davon ab, 2021 noch ein paar Schippen draufzulegen.

Nachdem sie das Jahr als neuer Coach bei "The Voice" im britischen Samstagabend-Fernsehen begann (und mit ihrem Kandidaten gleich mal siegreich daraus hervorging), surft sie seit Januar parallel mit "Don't Play" an der Seite von KSI und Digital Farm...

Anne-Marie ist bereits vielfach Platin-ausgezeichnet und multitalentiert. Doch das hält die Britin nicht davon ab, 2021 noch ein paar Schippen draufzulegen.

Nachdem sie das Jahr als neuer Coach bei "The Voice" im britischen Samstagabend-Fernsehen begann (und mit ihrem Kandidaten gleich mal siegreich daraus hervorging), surft sie seit Januar parallel mit "Don't Play" an der Seite von KSI und Digital Farm Animals in den oberen Rängen der britischen Charts - allein 12 Wochen hielt sich der Song in den Top 10 und ist der bisher erfolgreichste Song einer britischen Künstlerin im Jahr 2021. Und das war erst der Anfang.

Denn aktuell verpasst der in Essex geborene Star ihrem zweiten Studioalbum den letzten Schliff, Details sollen schon bald enthüllt werden. "Ich freue mich so unglaublich, der Welt zu zeigen, woran ich gearbeitet habe. Dieses Album hat mir geholfen, zu einem neuen, glücklicheren Ich zu finden, und ich hoffe, dass es andere ebenfalls dazu bringt, sich gut zu fühlen. Oder leidenschaftlich zu weinen. Oder einen heimtückischen Racheschrei auszustoßen - es ist für jede Stimmung ein Song dabei!"

Anne-Maries weltweite Strahlkraft ist schlicht atemberaubend. Als erstklassige Sängerin, die allein im Vereinigten Königreich bereits fünf Top-10-Hits und in Deutschland zwei 1-Hits verbuchen konnte, hat sie mit ihrer ungefilterten, ehrlichen Art Fans auf der ganzen Welt begeistert, seit sie 2015 die Musikszene betrat. Sie gehört zur seltenen Gattung von Künstler:innen, die so nahbar sind, dass man bei ihrer Musik das Gefühl hat, sich mit den engsten Freund:innen zu unterhalten - besonders dann, wenn es um Beziehungsdramen geht: "Wir alle machen irgendwann Erfahrungen mit Liebeskummer durch und es ist wichtig, darüber zu sprechen. Erkenne eine schlechte Beziehung, erkenne aber auch, dass diese Gefühle des Herzschmerzes nicht ewig andauern und du nicht alleine bist mit dem, was du durchmachst."

Der Lockdown, so sollte es sich herausstellen, hat dieser besonderen Künstlerin gleich in mehrfacher Hinsicht neue Dimensionen eröffnet. Ihre Denkweise, ihre Einstellung zum Leben und die Art von Projekten, die sie sie annimmt - über all das hat sie sich ausgiebig Gedanken gemacht. Und ist nun überzeugt: jetzt oder nie ist der Moment, in die Vollen zu gehen. "Ich habe das Gefühl, dass die Zeit des Lockdowns für mich wie ein gewaltiger Schlag ins Gesicht war", sagt sie. "Es war ziemlich schmerzhaft, aber auf einer anderen Ebene war es ein echter Weckruf, als Künstlerin wie auch als Frau. Du sitzt da, umgeben von so viel Angst und Furcht, und du realisierst: alles, was du tun kannst, ist dich damit auseinanderzusetzen. Dir deinen eigenen Weg zu bahnen. Für mich bedeutete dies, dass ich aufhören musste, meine Tage mit Ablenkungen zu füllen und herauszufinden, was mich wirklich glücklich macht."

"Ich hatte plötzlich so viel Zeit, über die vergangenen sieben Jahre meines Lebens nachzudenken, die ziemlich verrückt waren, und mich mit Dingen auseinanderzusetzen, die mich zurückhielten oder daran hinderten, wirklich ich selbst zu sein. Nun freue ich mich umso mehr über dieses Jahr und das Leben im Allgemeinen. Ich habe immer noch Ängste, aber ich kann jetzt mit ihnen umgehen und ja, ich fühle mich gut."

Anne-Marie, deren markante Stimme zum ersten Mal auf dem musikalischen Radar auftauchte, als sie auf Tracks von Rudimental gastierte, landete ihren ersten #1-Hit 2016 als Hauptsängerin auf der weltweiten Hit-Single "Rockabye" von Clean Bandit. Mit ihrer bescheidenen Art und hymnischen, sehr persönlichen Songs über untreue Partner:innen, Körperprobleme und Liebe, die keine Geschlechtergrenzen kennt, baute die ehemalige dreifache Karate-Weltmeisterin eine tiefe Verbindung zu Millionen von Fans auf. Ihr erstes Soloalbum "Speak Your Mind" -  vollgepackt mit Tracks zum Tanzen, Lachen und Weinen - war in Großbritannien das erfolgreichste Debütalbum des Jahres 2018 und katapultierte sie schnell in ganz neue Höhen der Berühmtheit als Stil-Ikone, Kummerkasten und eine Frau, die furchtlos genug ist, in ihren außergewöhnlichen Songs Wahrheiten auszusprechen.

Anne-Marie, die Ed Sheeran und Marshmello zu ihren Fans zählt, jedoch abgesehen von kleinen Theaterrollen im West End und Auftritten mit einer Soul-Cover-Band in ihrer Heimatstadt East Tilbury, Essex auf keinerlei Beziehungen ins Musikgeschäft oder Auftritte im Reality-TV zurückgreifen konnte, gibt unumwunden zu, dass sie der Ansturm des Ruhms komplett unvorbereitet traf.

"Ich hatte schon immer das Gefühl, dass mir alles eher zufällig passiert. Ein ausgewachsenes Hochstapler-Syndrom. Ich hatte nie einen Plan, außer Musik zu schreiben und zu singen, also im Grunde einfach das, was ich schon als Kind in meinem Schlafzimmer zu Hause gemacht habe. Und dann wurde alles größer und größer und ich stand auf Bühnen, spielte vor Tausenden von Menschen und flog um die ganze Welt. Um ehrlich zu sein, war das ziemlich überwältigend."

In der Folge sprach sie offen über ihren Kampf mit Angstzuständen, die ihren schnellen Aufstieg an die Spitze zu torpedieren drohten. Sie tourte mit ihrem Freund Ed Sheeran, gewann wichtige TV-, Musik- und Radiopreise für Tracks von "Rockabye" bis "F.R.I.E.N.D.S" und gewann bei den Stylists' Remarkable Women Awards Preise in den Kategorien "LOS40 International Artist of the Year" und "Artist of the Year 2019".

Als dann jedoch Covid-19 zuschlug, war Anne-Marie gezwungen, die Füße stillzuhalten, zu Hause zu bleiben und sich auf einen Prozess der kreativen Innenschau zu begeben, der sie auf einen ganz neuen Weg des Empowerments führen sollte. In dieser Zeit filmte sie auch ihren ersten Dokumentarfilm mit dem Titel "How To Be Anne-Marie", der im vergangenen Herbst bei YouTube ausgestrahlt wurde.

Sie sagt dazu: "Ich habe die letzten Jahre mit einem völlig überfüllten Terminkalender zugebracht, bei dem ich keine Zeit hatte, groß über irgendetwas nachzudenken. Zugleich war mir klar, dass ich mit Angstzuständen kämpfte. Ich kam mit dem Ruhm nicht richtig klar. Ich habe nie gesungen, weil ich berühmt sein wollte, ich habe gesungen, weil ich es einfach liebte, zu singen und Songs zu schreiben. Zu Beginn des Lockdowns war ich voller Ängste. Dann denkst du jedoch an alle anderen, was andere Leute durchmachen. Und dann hältst du dir selbst einfach eine Standpauke. Ich traf die Entscheidung, meinen Dokumentarfilm zu machen, der mich zu einigen Dingen in meiner Vergangenheit zurückführte -  zum Beispiel stattete ich meiner früheren Schule einen Besuch ab, ein Ort, an dem ich nicht die beste Zeit hatte, und erinnerte mich an alte Zeiten meiner Jugend zurück. All das hat für mich viele Dinge geradegerückt."

"Es war heilsam, dahin zurückzukehren, wo ich herkomme, nachdem ich all die Zeit in Flugzeugen verbracht, Konzerte gespielt und mich in Studios unter Druck gesetzt habe, weil ich dachte, dass jeder einzelne Song von mir ein Hit sein muss."

Offen spricht Anne-Marie darüber, wie sie sich Hilfe für ihre psychischen Probleme suchte: "Während des Lockdowns wurde mir bewusst, dass ich VIELE unbewältigte Probleme hatte. Ich beschloss, eine Therapie zu machen und ganz ehrlich: es hat mein Leben verändert. Ich habe einmal in der Woche eine Therapiesitzung und spreche einfach über alles und jedes, Dinge, die mir schon so lange im Kopf herumschwirren. Ich bin so froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Ich spüre, wie ich mich zum Besseren verändere."

Anne-Marie erinnert uns daran, dass es Wege aus der Düsterheit des Lockdowns gibt - und zeigt uns mit ihrer neuen Einstellung, dass es an uns liegt, unser Leben in die Hand zu nehmen: "Eines der aufregendsten Dinge, die ich letztes Jahr gemacht habe, war ein Auftritt auf dem Dach des O2 - es sollte Teil meiner Doku sein. Es war ein eisiger, stürmischer Tag, alle rieten uns davon ab, doch ich war schon immer eine Rebellin. Also brach ich die Regeln, ging da raus und sang im eisigen Wind und Regen und es war magisch. Ich fühlte mich so frei."

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