Code Orange

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Nichts hält für immer. Alles verfällt, ist im Wandel. Die mächtigsten Königreiche zerfallen zu Staub, während ihre Könige dahinbluten. Ewigkeit, so scheint es, ist unerreichbar.

Mit ihrem neuen Studioalbum streben Code Orange nach dem Unerreichbaren, stürzen jede Mauer ein, lösen sich von jeder Festlegung. Die Band ist immens gewachsen und bewahrt dabei doch immer noch jene scharfe Kante und Rauheit,...

Nichts hält für immer. Alles verfällt, ist im Wandel. Die mächtigsten Königreiche zerfallen zu Staub, während ihre Könige dahinbluten. Ewigkeit, so scheint es, ist unerreichbar.

Mit ihrem neuen Studioalbum streben Code Orange nach dem Unerreichbaren, stürzen jede Mauer ein, lösen sich von jeder Festlegung. Die Band ist immens gewachsen und bewahrt dabei doch immer noch jene scharfe Kante und Rauheit, die zu ihren bissigen Markenzeichen geworden sind. Stets trotzig, brechen Code Orange jede Form und weigern sich, einfach festlegbar zu sein.

Aufgenommen mit den Produzenten Will Yip im Studio 4 in Conshohocken, Pennsylvania und Kurt Ballou in den GodCity Studios in Salem, Massachusetts, ist “FOREVER” ein Album ohne Schranken. Jami Morgan (Drums / Gesang), Eric Balderose (Gitarre / Gesang), Reba Meyers (Gitarre / Gesang) und Joe Goldman (Bass) treiben sich selbst an, um etwas komplett Einzigartiges und Überraschendes zu erschaffen. „Wir jammen nicht einfach los und machen ein Album. Es ist akribisch. Es ist anstrengend. Es sind eine Menge Stunden. Es ist eine Menge Frustration“, merkt Morgan zu dem Prozess an. „Es bedurfte einer großen Anstrengung, doch wir wollten etwas kreieren, von dem ich, wenn ich meine Kopfhörer aufsetze, sagen kann: das ist es. Es gibt keinen Zweifel, dass es das ist. Wenn es auch nur den Hauch eines Zweifels gab, verwarfen wir es und begannen von vorn. Bis am Ende alles zueinander passte, war es ein langer Weg. Als es jedoch soweit war, war es einfach nur großartig.“ 

Der einfach Weg für Code Orange wäre gewesen, schlicht ein weiteres Album wie ihr Durchbruchswerk „I AM KING“ zu machen, das Pitchfork seinerzeit als das "most forward-thinking post-hardcore record of 2014"bezeichnete. Es wäre ein Leichtes gewesen, sich ins Studio zu begeben und die alten Knöpfe noch einmal zu betätigen, doch für Code Orange ist „einfach“ niemals eine Option. „Wir machen keine Alben, um Alben zu machen. Sobald du damit anfängst, bist du nicht mehr du selbst“, befindet Morgan. „Wir definieren uns darüber, nicht den alten Scheiß noch mal zu machen. Wenn du ein Code-Orange-Album anstellst, weißt du nicht, was du bekommst. Du weißt, dass es schmerzhaft sein wird, das ist alles.“

Der Kontrast zwischen Schönheit und Schmerz zieht sich als roter Faden durch „FOREVER“. Der Titeltrack des Albums ist ein schlammverschmierter Alptraum, der den Hörer verprügelt; er zeigt Code Orange von ihrer heftigsten Seite. Nur Momente später treten eine Melodie und Andeutungen von Anmut an ihre Stelle, mit Meyers bestechendem Gesang im Song „Bleeding in the Blur“, nur um einen Track später mit der elektronischen Höllenlandschaft von „The Mud“ wieder hinfort gerissen zu werden. Das einzig Beständige an „FOREVER“ ist sein steter Wille zur Veränderung.

„Wir schalten einen Gang höher, halten es dabei aber kurz“, kommentiert Morgan die transzendenteren Momente des Albums. Schönheit und Anmut schimmern durch, werden jedoch unter der klanglichen Wucht des Angriffs zermalmt. „Wir wollen das Schmerzlevel weiterhin hoch halten, denn wir sind nicht ‚Post’. Wir nicht ‚Post’-irgendwas. Wir sind aktuell. Wir passieren jetzt.“

Über das neue Album sagt der Rolling Stone, „’FOREVER’ fängt einige der gnadenlosesten Geräusche ein, die die Band bis heute aufgenommen hat, Songs mit plötzlichen Übergängen zu immer noch raueren Texturen.“ The Nerdist hat zu sagen: „Hier hat Wachstum stattgefunden, ohne Zweifel, aber der unverwechselbare Code-Orange-Sound ist immer noch präsent und prügelt dich in seinen Gehorsam.“

Nichts ist für immer, daher sind Code Orange zufrieden damit, im Moment zu leben. Alles was sie wollen, ist sich selbst und ihre Umgebung herauszufordern. Jeden Knopf zu drücken, den sie können. Um ein wenig Verwüstung zu stiften und etwas Blut zu sehen.

„Für uns geht es darum, zu untermauern, dass wir die vier sind. Wir sind Code Orange“, befindet Morgan. „Wir waren Code Orange, seit wir vierzehn Jahre alt sind.“

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