Ingrid Andress

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Ingrid Andress will eine Verbindung aufbauen.

„Ich versuche nicht, eine Rebellin zu sein“, sagt die Singer-Songwriterin aus Nashville mit einem herzlichen Lachen. „Ich gehe da raus, weil ich bin, wer ich bin. Das Ziel ist es, eine Verbindung zu den Leuten aufzubauen. Dieser Moment ist alles, wonach ich suche.“.

Die heute in Nashville lebende Ingrid Andress kommt gebürtig aus Denver,...

Ingrid Andress will eine Verbindung aufbauen.

„Ich versuche nicht, eine Rebellin zu sein“, sagt die Singer-Songwriterin aus Nashville mit einem herzlichen Lachen. „Ich gehe da raus, weil ich bin, wer ich bin. Das Ziel ist es, eine Verbindung zu den Leuten aufzubauen. Dieser Moment ist alles, wonach ich suche.“.

Die heute in Nashville lebende Ingrid Andress kommt gebürtig aus Denver, Colorado und unterläuft seit jungen Kindertagen ihre Erwartungen an sich selbst und ihren Sound. Sportlich ebenso begabt wie musikalisch, wurde sie in eine große Familie hineingeboren und erhielt in ihrer Jugend Hausunterricht. Auch ansonsten wuchs sie jenseits der gängigen Definitionen dessen auf, was für die meisten Kinder gilt – was junge Mädchen zu tun oder nicht zu tun haben beispielsweise oder wie sie der Welt gegenübertreten, die sie umgibt. Während sie auf dem Sportplatz Höchstleistungen erbrachte, legte sie zugleich all ihr Herzblut in eine Musik, deren emotionale Tiefe ihren Lebensjahren weit voraus war. All dies legte den Grundstein für eine Künstlerin, die in späteren Jahren nicht nur Erwartungen unterlaufen und Genremauern einreißen sollte, sondern diese auch überschreiten konnte..

Obschon immer noch in ihren frühen Zwanzigern, hat Andress bereits eine beneidenswerte Vita. Sie besuchte die Berklee School of Music, gewann den prestigeträchtigen Unsigned Only Music Prize und schrieb an Hits wie „Steady 1234” von Vice und Charli XCX’ „Boys“ mit. Sie hat mit Größen wie Sam Hunt und Alicia Keys geschrieben und wurde kürzlich von CMT als eine der „Next Women of Country for 2018“ gekürt. 2019 kommt all dies in einer Musik zusammen, die sie als eine der einzigartigsten und bewegendsten Stimmen in der Countrywelt und darüber hinaus positionieren wird; eine Stimme, die so packend ehrlich, rau und erfrischend ist, wie man es aus der „Music City“ Nashville selten erlebte..

Andress machte sich nie viele Gedanken über das Genre ihrer Songs, sie schrieb einfach nach Gefühl. Sie war fasziniert von dem Singer-Songwriter-Geschichtenerzählansatz, der sie in Nashville umgab, genauso jedoch liebte sie die emotionalen Spielarten und experimentellen Texturen in Pop und Hip-Hop. Daher reiste sie immer öfter auch nach Los Angeles und arbeitete sowohl in der Country- als auch Pop-Sphäre, so schrieb sie unter anderem Songs für Akon und Matoma, während sie ihren eigenen, unverwechselbaren Sound entwickelte..

„Wenn du ein gutes Konzept hast, spielt es keine Rolle, ob es Pop oder Country ist“, sagt sie. „Ich liebe es sagen zu können, dass ich eine Nashville-Künstlerin bin, und versuche, es nicht nach einem Genre zu definieren. Ich genieße es, in Nashville zu sein, während es immer weiter wächst und nach wie vor die Songwriting-Hauptstadt der Welt ist.“.

Andress realisierte bald, dass die Richtung der kreativen Community in Nashville am meisten der Richtung entsprach, die sie mit ihrer eigenen Solokarriere einschlagen wollte. Sie wollte ein weiteres Mal die Definitionen dessen herausfordern, woran die Leute denken, wenn sie an Countrymusik denken. Und noch spezieller: wie eine Frau in diesem Genre zu klingen oder zu sein hat..

Auf der Bühne des „Next Women of Country“-Events im November enthüllte Andress einen neuen Song namens „Lady Like“, eine ermutigende Hymne, die von einem wunderschönen, wehmütigen Klavierakkord kontrastiert wird und das Publikum zu Begeisterungsstürmen sowie hier und da einem Lacher hinriss. Andresss hat nicht die geringste Furcht, zutiefst persönliche und ehrliche Texte zu schreiben, mit einem genauen Blick, der nur möglich ist, wenn man in die wahrhaftigsten Winkel seiner eigenen Persönlichkeit vordringt. Und die Lacher? Kamen von Menschen, die sich in ihrem Song wiedererkannten und unglaubliche Erleichterung darüber verspürten, dass niemand von uns wirklich allein ist; dass wir alle schon einmal missverstanden wurden..

„Ich habe schon immer mit den äußeren Erwartungen der Leute gekämpft, weil ich eine blondhaarige, blauäugige Frau bin, die für sich selbst sorgt“, sagt Andress. „Wenn die Leute mich sehen, nehmen sie automatisch an, dass ich so und so bin. Ich komme jedoch aus einem sehr ehrlichen Hintergrund. Ich mag es normalerweise nicht, Kleider zu tragen, weil ich dann das Gefühl habe, nicht darin rennen zu können. Das heißt aber nicht, dass ich keine Frau oder eine Lady bin. Es gibt viele Stigmata, die ich nicht mag und die mir manchmal das Gefühl geben, als gehörte ich nirgends richtig dazu.“.

Mit einer Stimme, die in einem Moment elegisch, dann zärtlich und schließlich wieder groß genug ist, um in Sekunden ein ganzes Stadion auszufüllen, ist Andress ein Künstlertyp, der perfekt in unsere Zeit passt, zugleich aber auch das Durchhaltevermögen und die Zeitlosigkeit mitbringt, um über den Tag hinaus zu bestehen. Sie scheut sich nicht davor, über ihre Unvollkommenheiten oder ihre Vorliebe für Tequila zu singen oder darüber, wie sie geliebt und gelitten hat. Genauso wenig hat sie Angst davor, Dinge zu thematisieren, die in ihrer Musik oder sogar in ihren alltäglichen Konversationen oftmals tabu sind. Denn für Andress zählt einzig, diese Verbindung zu finden, ganz egal, wie sie aussieht..

„Es ist wichtig, deine Wahrheiten auszusprechen und Musik war für mich immer ein Weg, um eine Verbindung zu Menschen aufzunehmen“, sagt sie. „Wir brauchen Leute, die anfangen etwas Wahrhaftiges zu sagen – heute mehr denn je.“

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