JC Stewart

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Als JC Stewart letzten September vier ausverkaufte Konzerte an vier Abenden im The Islington in North London gab, war er von seiner Familie, Freunden und Musikerkollegen umgeben -  darunter der ebenfalls aufstrebende Star Maisie Peters und JCs alter Kumpel und Songwriting-Partner Lewis Capaldi - und spätestens als er seine Single "Have You Had Enough Wine?" spielte, brachte der junge, auf...

Als JC Stewart letzten September vier ausverkaufte Konzerte an vier Abenden im The Islington in North London gab, war er von seiner Familie, Freunden und Musikerkollegen umgeben -  darunter der ebenfalls aufstrebende Star Maisie Peters und JCs alter Kumpel und Songwriting-Partner Lewis Capaldi - und spätestens als er seine Single "Have You Had Enough Wine?" spielte, brachte der junge, auf einer nordirischen Farm aufgewachsene Künstler den Saal zum Brodeln.

JCs Karriere begann unter denkbar ungewöhnlichen Umständen: "Ich war auf einer Party in den Hollywood Hills, auf der sich Namen wie xxxtentacion herumtrieben. Dort lernte ich Lewis kennen. Wir sahen uns beide an und meinten: ‚Wir gehören hier nicht hin.' ‚Du bist schottisch.' ‚Du bist irisch.' ‚Lass uns woanders was trinken gehen.' Daraus ergab sich alles Weitere: Wir begannen, miteinander abzuhängen und gemeinsam Songs zu schreiben. Eines Nachts waren wir von Mitternacht bis um vier Uhr morgens zusammen und schrieben ‚Hollywood'. Danach dachte ich nie wieder daran. Und dann spielte Lewis es live und es explodierte. Es war eine merkwürdige, organische Sache. Er textete mir tatsächlich heute Morgen und sagte: ‚Das war die schrägste Session überhaupt.' Es war fast, als wäre es Schicksal gewesen."

JC Stewart, der mit vollem Namen John Callum Stewart heißt, ist sich nicht sicher, woher sein Talent stammt. JC Stewart war der Name des Familienunternehmens, die ein Lebensmittelgeschäft führten. Als vierte Generation von JC Stewarts im Familienstammbaum war der junge Musiker eigentlich dazu bestimmt, das Lebensmittelgeschäft fortzuführen, bog jedoch stattdessen auf die Straße in Richtung Popstar-Berühmtheit ab. "Meine Mutter singt ein bisschen, in einem Chor, aber einfach nur zum Spaß. Niemand in meiner Familie ist besonders musikalisch. Ich habe jedoch immer gesungen. Ich wollte gut im Sport sein, ein Rugbyspieler, doch ich war es einfach nicht. Ich konnte singen, was nicht als wirklich cool galt, doch ich brachte mir das Klavierspiel bei und hier stehe ich nun!"

JCs Songwriting mag von entwaffnender Freimütigkeit durchzogen sein, im echten Leben ist er aber ein Freund-fürs-Leben-Typ, der mit jedem auskommt und Lewis Capaldi und Niall Horan zu seinen Freunden zählt. Es ist bezeichnend, dass die Reaktion seiner Schwester auf eine seiner neuen Kompositionen zum Aha-Erlebnis wurde. "Sie drehte sich um und sagte: ‚Deine Musik ist so deprimierend, als wäre deine Berufsbezeichnung ‚Trauriger Junge'". Und ich erwiderte: "Das nehme ich!" Ebenso bezeichnend jedoch ist es, dass andere eine ziemlich andere Ansicht haben. "Meine Mitbewohner nennen mich ‚Sunshine Boy', fährt JC fort. "Man sieht: ich beackere alle Felder. Es hängt davon ab, an welchem Tag man mich erwischt."

Was seine Konzertreihe in London am eindrucksvollsten demonstrierte, war JCs Fähigkeit, eine Verbindung zu anderen aufzubauen. Dies hat eine Menge zu tun mit der Unverfälschtheit - von Gefühlen, Struktur und Darbietung - in seiner Musik. Es gibt keine Selbstdarstellung oder Vortäuschung in seinen Songs oder Live-Auftritten: er singt und schreibt aus tiefstem Herzen. Die Tatsache, dass JCs Songwriting - sei es in seinen ersten Tracks "Like I Did" und "Medicine" oder in jüngerer Zeit "The Wrong Ones", "Lying That You Love Me" und seine aktuelle Single "I Need You To Hate Me" ¬- von klassischen Popakkordfolgen, präzisem Timing und einem angeborenen Sinn für Songschreiberhandwerk geprägt sind, ist kein Zufall. Seit seinen mittleren Teeangerjahren hat JC akribisch an dem Handwerk gearbeitet, das er zu seiner Berufung gemacht hat.

Etwas, das einem an JCs Songwriting augenblicklich auffällt, ist seine Fähigkeit, tiefe Emotionen und universelle Wahrheiten mit einer Sprache auszudrücken, die ganz bewusst direkt und geordnet ist. Kann er das außerhalb eines Songs, im wahren Leben, ebenso gut? "Nein, ich bin schrecklich darin", lacht er. "Ich selbst finde, dass ich es auch in Songs manchmal nicht gut hinbekomme. Meine besten Songs sind die, in denen mir genau das gelingt. Oft finde ich es aber schwer, dahinzukommen. Du umkreist es, aber bekommst es nie wirklich zu fassen. In meinem Kopf ist so viel los. ‚The Wrong Ones' beispielsweise ist ein Song, den ich nach einem Jahr der vergeblichen Suche nach ‚der Richtigen' schrieb. Es handelt im Grunde von den unterschiedlichen Leuten, denen ich begegnete, bevor ich mich schließlich frage, ob ich selbst vielleicht die ganze Zeit das Problem war."

Befragt man JC zu seinen musikalischen Kindheitseinflüssen, windet er sich. "Ich würde liebend gern sagen können: ‚Oh ja, ich habe X und Y gehört', aber ich war weit von einem coolen Kid entfernt. Ich bin mit dem Radio aufgewachsen, von daher: alles, was in den Charts war." Was er gelernt hat, sagt er, ist: Einfachheit siegt. Große Songs drehen sich um Kommunikation, darum, ein Gefühl und eine Melodie so auf ihren Wesenskern zu reduzieren, dass sie direkt zu den Leuten sprechen, ohne Filter, ohne Ablenkungen.

Diese Fähigkeit, eine Verbindung aufzubauen, gewinnt die Herzen von immer mehr Fans und einflussreichen Unterstützern, wie zwei Millionen monatliche Hörer bei Spotify eindrucksvoll unterstreichen. BBC Radio 1 förderte ihn maßgeblich, was zu einer Playlisten-Rotation für "Lying That You Love Me" und einer Live-Performance bei ihrem virtuellen Big Weekend führte. Apple Music erklärte ihn zum aufstrebenden Star, als sie ihn zu ihrem "Neuen Künstler der Woche" erklärten. Und die Szenen, die er während seiner Residency in London mobilisierte, haben sich mit Konzerten als Gast von Lewis Capaldi, Lauv, Anne-Marie, Maisie Peters und Freya Ridings sowie einem "MTV Push"-Event neben Yungblud, Raye und Lily Moore so oder so ähnlich wiederholt.

Während seine Lyrics sich oft mit den niederschmetternden Details taumelnder Beziehungen auseinandersetzen ("I Need You To Hate Me" und "Have You Had Enough Wine?" behandeln unterschiedliche Phasen desselben Beziehungsendes), sind zugleich JCs wacher Geist und selbstironischer Sinn für Humor ein steter Teil seiner Persönlichkeit und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass er weltweit viral ging.

In der Lockdown-Langeweile hatte JC den "Friends"-Titelsong "I'll Be There For You" auf die Quarantäne umgedichtet, u.a. mit den Worten: "It looks like we'll be inside for a year/ Or it might only be a day, a week or months it's really not clear." Spätestens nachdem Jennifer Aniston es auf ihrem Instagram geteilt hatte, explodierte das Interesse. Plötzlich berichtete "Good Morning America" darüber, Nina Dobrev teilte es ebenfalls mit ihren 20 Millionen Followern und bald hatten 5 Millionen Menschen den launigen Clip gesehen.  

Im weiteren Verlauf von 2020 schärfte JC sein Profil durch die Kollaboration "Too Many Nights" mit 220 Kid weiter, gefolgt von seiner Debüt-EP "The Lights Hit The Room". Er schrieb die EP mit dem BRIT- und Ivor Novello Award-Gewinner Tom Odell und zusammen erarbeiteten sie vier gefühlvolle Geschichten über die Wachstumsschmerzen des jungen Erwachsenenalters. In diesem Jahr macht sich JC bereit, einer der größten Durchbruch-Künstler zu werden, beginnend im Januar mit seinem bisher mutigsten Pop-Moment in Form der neuen Single "Break My Heart".

Es ist klar, dass JC Stewart für diese Sache geboren wurde und genau weiß, wie er seine Stärken ausspielt. "Der ganze Punkt ist, es ziemlich groß und episch zu gestalten", schließt er, "zugleich jedoch komme ich von einer Farm aus Nordirland, und daran möchte ich ebenfalls festhalten. Ich schreibe Songs und ich mache mein eigenes Ding."

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