25.03.2013

Offener Brief von Gerard Way

News-Titelbild - Offener Brief von Gerard Way

Nach der überraschenden Bekanntgabe der Auflösung von My Chemical Romance am Wochenende hat Frontmann Gerard Way sich nun erstmals ausführlich zu den Beweggründen geäußert. In einer über seinen Twitter Account verbreiteten Message beginnt Gerard Way mit den folgenden Worten:

"Heute Morgen wachte ich auf, immer noch träumend oder noch nicht ganz bei mir. Die Sonne schien durch das Fenster, berührte mein Gesicht, und dann überkam mich eine tiefe Traurigkeit, die mich augenblicklich zum Leben erweckte und mir die Einsicht brachte – My Chemical Romance war zu Ende."

Im weiteren Verlauf der langen Nachricht spricht Gerard Way von den "spektakulären" Jahren der Band, aber eben auch von einem klaren Vorsatz: "Wenn es an der Zeit ist, hören wir auf."

Konkrete Gründe für das Ende nennt der 35-Jährige nicht, jedoch führt er entscheidende Momente wie ein Konzert in der Heimatstadt New Jersey im Mai 2012 an, die zu einem nahenden Abschied geführt hätten: "Ich wurde innerlich hohl, hörte auf, Musik zu hören, habe keinen Stift mehr in die Hand genommen, bin in alte Gewohnheiten zurückgefallen." Unklar ist, ob Way damit seinen Kampf mit Alkohol und verschreibungspflichtigen Medikamenten meint, der bis 2004 währte.

Gerard Way fährt fort: "Es gibt viele Gründe dafür, dass My Chemical Romance zum Ende kamen", und betont zugleich: "Es gab keine Scheidung, Streitereien, Scheitern, Unfälle, Bösewichte oder Messer im Rücken, die dafür verantwortlich waren. Es war niemandes Schuld, sondern ist schleichend gekommen, ob wir es wussten oder nicht." 

Nachdem Gerard Way seiner gesamten Band, seiner Crew und "jeder einzelnen Menschenwesen" dankt, die My Chemical Romance mit ihm geteilt haben, schließt er den Brief mit den Worten: "Da ich schlecht mit Verabschiedungen bin, sperre ich mich dagegen, dass dies eine ist. Aber ich werde euch eine letzte Sache mitteilen: 

My Chemical Romance is done. But it can never die. It is alive in me, in the guys, and it is alive inside all of you. I always knew that, and I think you did too. Because it is not a band – it is an idea."