24.04.2019

Für sein neues Album "Finding Gabriel" ließ sich Brad Mehldau von einer besonderen Lektüre inspirieren

News-Titelbild - Für sein neues Album "Finding Gabriel" ließ sich Brad Mehldau von einer besonderen Lektüre inspirieren

Am 17. Mai erscheint das neue Album "Finding Gabriel" von Brad Mehldau. Den ersten Track "The Garden" gibt es unten schon jetzt zu hören und beim Vorbestellen des Albums als sofortigen Download. "Finding Gabriel" besteht aus neun thematisch zusammenhängenden Songs, in denen Mehldau Piano, Synthesizer, Percussion und Fender Rhodes spielt und singt. Zu den musikalischen Gästen gehören Ambrose Akinmusire, Sara Caswell, Kurt Elling, Joel Frahm, Mark Guiliana, Gabriel Kahane und Becca Stevens.

"'Finding Gabriel‘ entstand, nach genauem, mehrjährigem Lesen der Bibel“, erklärt Mehldau zu seinem neuen Projekt. "Die prophetischen Schriften der Bücher Daniel und Hosea hallten neben der Weisheitsliteratur von Hiob und Ekklesiastes, sowie den frommen Zeilen der Psalmen besonders nach. Die Bibel las sich wie eine Schlussfolgerung und bisweilen wie die Anleitung zur Gegenwart: Ein langer Albtraum. Oder wie ein Wegweiser, der zur möglichen Gnosis führt – je nachdem, wie man sie liest."

Die Musik entsprang zunächst einem neuen Synthesizer, den der Jazz-Komponist und  -pianist  entdeckte: der Dave Smith/Tom Oberheim OB-6, der in etlichen der neuen Songs zu hören ist: "Ich baute viele der Stücke anfänglich mit Synths und Mark Guiliana am Schlagzeug auf. Dieser Prozess gestaltete sich ähnlich wie in der Entstehung unserer vorherigen Zusammenarbeit für das Album 'Taming The Dragon‘. Danach fügte ich Sound-Schichten zu. Auch die menschliche Stimme wurde zu einem tragenden Element. Nicht mit gesungenen Texten, sondern als bloßes Ausdrucksmittel von Harmonien und Gefühlen."

Dabei arbeitete Mehldau mit Sängern, "die ich bewundere und mit denen ich mich in den letzten Jahren zunehmend verbunden fühlte: Becca Stevens, Kurt Elling, Gabriel Kahane. Außerdem sang ich auch selbst. Streicher und Bläser kamen dazu, die dem Projekt eine orchestrale Note verliehen, ausgestattet mit herausragenden Musikern: Trompeter Ambrose Akinmusire, Tenor-Saxofonist Joel Frahm und der Violinistin Sara Caswell."