21.08.2020

Meuterei im Gefängnis: Das Video zu "Eisen" nimmt uns mit in eine Welt mit eigenen Gesetzen

News-Titelbild - Meuterei im Gefängnis: Das Video zu "Eisen" nimmt uns mit in eine Welt mit eigenen Gesetzen

Diese Woche konnten LETOH und Warner Music ihre Partnerschaft bekannt geben, nun gibt es mit "Eisen" auch schon die die erste Single. Und die lässt gleich mal eine Visitenkarte da, die man so schnell nicht wieder vergisst. "Battelrap Action, seh wie sie wegrenn’", stellt LETOH schon nach wenigen Takten fest, dass sich alles um ihn herum in Sicherheit gebracht hat. Kein Wunder: wenn er über wuchtige Beats seine Bars rappt und ruft, mal bedrohlich leise, mal unverhohlen knurrend, wächst so schnell kein Gras mehr. 

Unten gibt es das Musikvideo zu sehen, in dem diverse schwere Jungs im Gefängnis eine Meuterei anzetteln. Unter ihnen: LETOH, dessen furchtlose Ausstrahlung aus der bedrohlichen Atmosphäre des Clips heraussticht. 

LETOHs Musik entfaltet ihre große Kraft aus seiner eigenen Biografie: Der heute 25-Jährige kommt im Alter von 2 Monaten als Flüchtling mit seiner Mutter aus Pristina nach Berlin. 2Pac, Unikkatil, Bushido& Kool Savas prägen den Soundtrack seiner Jugend, der Unterricht wird immer nebensächlicher und die Straße immer interessanter. LETOHs Zukunft scheint zu dieser Zeit ungewiss und hoffnungslos. Schlechte Noten, Schlägereien und Delikte gehören zur Tagesordnung des Albaners.

Als er mit 19 zwei Jahre in der JVA Moabit einsitzt, wandelt sich sein Leben und Denken um 180 Grad. Er beginnt, erste Texte zu schreiben und zu freestylen. Nach seiner Freilassung arbeitet LETOH auf einer Baustelle, ehe auch seine Kollegen sein Talent bemerken. Er schmeißt den Job, um alles auf die Karte Musik zu setzen. LETOH weiß also, wovon er spricht, wenn es heißt: "Poker hoch, fick auf Glücksspiel / Arbeite mit Kopf, doch fick sie / Taktik, Fakt ist, voller Absicht... / Echter Rap ohne Fehler / Gladiator in Arena". 

In der Hip-Hop-Arena ist LETOH mit seiner Symbiose aus deutschem und albanischem Streetrap mit aussagekräftigen Texten und starken, melodischen Hooks einer der aktuell wertvollsten Newcomer. Nur fünf Monate nach seinem folgenschweren Entschluss steht er mit 3 Millionen YouTube-Views, 1 Million Spotify-Streams und einem Major-Vertrag da. Und das ist erst er Anfang: "Hol mir den Thron und ich werd zum König", kündigt er in "Eisen" an.