06.12.2021

Verliebt in die beste Freundin – was nun? The Regrettes verarbeiten in "You're So Fucking Pretty" ein intimes Thema

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Was passiert, wenn aus einer engen Freundschaft Liebe wird? The Regrettes widmen sich dieser Frage in ihrem neuen Song "You're So Fucking Pretty" – und Frontfrau Lydia Night weiß, wovon sie singt, denn ihr selbst passiert eben dies vor einigen Jahren. "Is she just a friend or is she going home with you?", fragt sie sich, und gesteht im Refrain: "You give a little and I fall a little too much / I give a little, I'm too late, you slip from my clutch / In the bathroom you fix your face / And you're so fucking pretty, you take my breath away". Über eine schwebende Melodie und arpeggierte Akkorde von Bassistin Brooke Dickson reflektiert der Song über unausgesprochene Verliebtheit, Angst vor Zurückweisung und das nachträgliche Bedauern, seine wahren Gefühle damals nicht geteilt zu haben. Unten gibt es das offizielle Musikvideo zum Song.

"Es ist das erste Mal, dass ich direkt über ein Mädchen geschrieben habe, in das ich verknallt war, und es hat eine Weile gedauert, bis mein Gehirn die Tatsache akzeptieren konnte, dass ich bisexuell bin", kommentiert Lydia Night. "Ich hatte immer das Gefühl, meine eigenen Gefühle nicht zulassen zu können, weil ich nie eine Beziehung mit einem Mädchen gehabt hatte. Aber vor einiger Zeit war ich ziemlich verknallt in eine meiner Freundinnen. Dieser Song erzählt die Geschichte in zugespitzter Form, aber er hat doch einen direkten Bezug zu dieser sehr realen Situation. Es war das erste Mal, dass ich dachte: 'Oh, das sind echte Gefühle, das ist nicht nur eine sexuelle Anziehung', und das half mir bei der Erkenntnis, dass ich nicht heterosexuell bin", die Frontfrau. "Es war wichtig für mich, diesen Song zu schreiben, weil ich damit meine eigene Sexualität bestätigt habe."

Wie Gitarristin Genessa Gariano hinzufügt, ist dieses Thema auch wichtig für die LGBTQ+-Community, besonders für junge Menschen: "Als queere Person hatte ich in meiner Jugend definitiv das Gefühl, dass es nicht viele Songs gab, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren konnte. Und ein Song wie dieser hätte mir als junger Mensch sehr viel bedeutet. Ich hoffe, dass das auch bei anderen Leuten der Fall ist. Ich glaube nicht, dass es notwendigerweise eine Queer-Hymne sein muss, aber ich denke, jemand anderes könnte den Song hören und genauso fühlen. Oder so über einen Jungen denken, den er mag. Auch Jungs können hübsch sein."