Vagabon

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Vagabon (alias Lætitia Tamko) wird ihr zweites Album „All The Women In Me“ am 27. September über Nonesuch Records veröffentlichen. Der Nachfolger ihres Durchbruch-Debüts „Infinite Worlds“ (2017) ist künstlerisch ein großer Satz nach vorn für Tamko, die das gesamte Album schrieb und produzierte. An die Stelle Gitarren-getriebener Melodien treten diesmal gekreuzte analoge und digitale Arrangements. Hatte „Infinite Worlds“ das Vagabon-Projekt...

Vagabon (alias Lætitia Tamko) wird ihr zweites Album „All The Women In Me“ am 27. September über Nonesuch Records veröffentlichen. Der Nachfolger ihres Durchbruch-Debüts „Infinite Worlds“ (2017) ist künstlerisch ein großer Satz nach vorn für Tamko, die das gesamte Album schrieb und produzierte. An die Stelle Gitarren-getriebener Melodien treten diesmal gekreuzte analoge und digitale Arrangements. Hatte „Infinite Worlds“ das Vagabon-Projekt noch im Bereich „Indie-Rock“ verortet, lässt sich „All The Women In Me“ nicht so leicht festlegen. Zusammengehalten von Tamkos ausdrucksstarker Stimme und ihrem Händchen für besondere Melodien, wandert das Album zwischen den Genres hin und her, nie allzu lang an einem Ort verweilend.

„Brich die Regeln, an die du dich gebunden fühlst“ – es ist diese wiederkehrende Geisteshaltung, die Lætitia Tamko beim Schreiben und Aufnehmen ihres zweiten Albums unter dem Vagabon-Künstlernamen in sich trug. Ihr erstes, „Infinite Worlds“, war ein Indie-Erfolg, der ihren Namen bekannt machte, sie rund um die Welt führte und dazu veranlasste, ihren Job als Elektro-/Computertechnikerin an den Nagel zu hängen, um sich Vollzeit einer Karriere in der Musik zu widmen. Tamkos Nonesuch-Debüt „All The Women In Me“ zeigt sie in einem Zustand kreativen Wachstums, vollends einigen jener experimentellen Instinkte folgend, mit denen sie schon auf dem ersten Album liebäugelte. „All The Women In The World“ ist eine lebhafte Anhäufung von Einflüssen, Gefühlslandschaften und Stimmungen. Ein buntes und meisterhaftes Statement einer Künstlerin und Produzentin, die ihre eigenen Pfade beschreitet.

Die Lead-Single „Flood Hands“, in der sie sämtliche Instrumente selbst spielt, demonstriert diese Entwicklung. Die Produktion schwillt an wie eine sanfte Brandung, bevor ein wuchtiger Drumbeat reinkickt und der Tonus sich komplett verändert. „I know, even if I run from it I'm still in it", singt sie wieder und wieder, ihre umfassende Stimme im Angesicht äußerer, unkontrollierbarer Kräfte von einem Gefühl der Resignation durchweht. Der Refrain ist ein hypnotisches Pop-Zauberwerk, das weit über den Song hinaus nachwirkt. „Die Drums und der stimmorientierte Ansatz, den ich für ‚All The Women In Me’ wählte, sind von meiner Liebe zu Rap- und Hip-Hop-Produktionen ebenso wie von R&B und Folk-Storytelling inspiriert. Dies ist die Musik, die mich dazu brachte, das Schreiben wieder aufzunehmen“, sagt Tamko. Neben besagten Einflüssen sind zahlreiche Momente des Albums von jenen westafrikanischen Gitarren und Rhythmen durchzogen, die ihre Kindheit prägten.

Tamko sagt, dass sie sich nicht mit einem bestimmen lyrischen Oberthema an das Schreiben von „All The Women In Me“ begeben habe. Im Resultat bietet das Album ein breites Spektrum an Stimmungen, in die man eintauchen kann. Songs wie der Eröffnungstrack des Albums, „Full Moon In Gemini“, der pulsierende Schlafzimmer-Dance-Track „Water Me Down" und das Collage-Stück „Please Don't Leave The Table" liefern blendende Momente persönlicher Einblicke, die zugleich universelle Themen ansprechen. Andere Lyrics kamen Tamko mit einer klaren Intention. Inspiriert von einem Gedicht Nayyirah Waheeds, gleicht der Titeltrack „All The Women“ einer Leitthese, wenn auch zum Ende des Albums. An anderer Stelle, im betörend schwelenden „Home Soon“, denkt Tamko über das Gefühl nach, sich einem Ort oder einer Gemeinschaft wahrhaftig zugehörig zu fühlen.

„Ich will, dass Vagabon ein Projekt ist, in dem sich Leute wiederfinden, die nach derselben Sache suchen“, sagt sie.

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